Plötzliche Gewaltausbrüche

Weihnachten naht, und die Nerven liegen blank

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Foto: picture alliance / picture alliance/chromorange

Kunden prügeln sich im Supermarkt, Nachbarn bekriegen sich mit Schneeschaufeln, selbst auf der Säuglingsstation kommt es zu einer Schlägerei.

+++ Kunde in Warteschlange ausgerastet +++

Im Weihnachtsstress liegen manchmal Nerven blank: Weil es einem 61-jährigen Oberhausener in der Warteschlange vor dem Pfandautomaten zu lange dauerte, hat er seinen Getränkekasten als Waffe benutzt. Ein Vater und seine 16-jährige Tochter hatten „mehrere Minuten“ den Pfandautomaten in einem Einkaufszentrum „blockiert“, berichtete die Polizei. Der 61-Jährige drängelte sich nach vorn, schubste das Mädchen zur Seite und drückte den Ausknopf. Es kam zur Rangelei. Der Drängler stieß dem Vater den Getränkekasten vor die Brust stieß und verletzte ihn an der Hand. Gegen den weihnachtlichen Wüterich wurde eine Anzeige wegen schwerer Körperverletzung aufgenommen.

+++ Schlagabtausch mit Schneeschieber +++

Beim Schneeschippen ist ein Nachbarschaftsstreit zwischen zwei Männern in der Nähe von Marburg eskaliert: Die 54 und 64 Jahre alten Nachbarn gingen bei der Suche nach dem besten Abladeplatz für die weggeschaufelten Schneemassen mit Kehrschaufel und Pfefferspray aufeinander los. Dabei verletzten sich die Kontrahenten an der Hand und im Gesicht, wie die Polizei in Marburg berichtete. Sie ermittelt gegen beide, denn die Streithähne machten ganz unterschiedliche Angaben über den Vorfall.

+++ Schlägerei auf der Neugeborenen-Station +++

Prügelei statt Papaglück: Zwei frischgebackene Väter haben sich auf der Neugeborenen-Station einer Lüneburger Klinik eine Schlägerei geliefert. Auslöser war die Stichelei einer jungen Mutter (28), dass der Partner ihrer Bettnachbarin dem Kind gar nicht ähnlich sehe. „Darüber erbost, kam es zu wechselseitigen Beleidigungen“, teilte die Polizei mit.

Die 28-Jährige soll den 32 Jahre alten Vater ihres Babys dann angestachelt haben, den anderen Vater anzugreifen. Es kam zu einem Gerangel, der 32-Jährige schlug laut Polizei mit der Faust zu. Das Opfer alarmierte die Beamten. Gegen die streitlustigen jungen Eltern wird nun wegen Beleidigung und Körperverletzung ermittelt.

+++ Blutige Küchenschlacht +++

Es ging nur ums Geschirr spülen: Eine Meinungsverschiedenheit in einer Restaurantküche ist in Bielefeld in eine Messerstecherei ausgeartet. Dabei sei der 21 Jahre alte Sohn des Inhabers am Bauch schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Sohn hatte sich offensichtlich mit einem Küchengehilfen (36) über dessen Arbeitseinstellung beim Geschirrspülen gestritten. Als Worte nicht mehr weiterhalfen, griffen die beiden Streithähne zum Messer. Ein weiterer Mitarbeiter wollte schlichten – und nahm ebenfalls ein Messer in die Hand. Plötzlich stach der Küchengehilfe zu. Der Sohn flüchtete und konnte sich in eine Polizeistation retten. Er hat die Klinik inzwischen wieder verlassen.

( AFP/dpa/dapd/lk )

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