Grand-Prix-Vorentscheid

Lena stößt auf den Widerstand der Gast-Jury

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Keine Lena-Manie: Beim zweiten Song-Contest-Vorentscheid sorgen die Gastjurorinnen Anke Engelke und Joy Denalane für die nötige kritische Distanz.

In der zweiten Folge von "Unser Song für Deutschland" hat die Grand-Prix-Gewinnerin des Jahres 2010, Lena Meyer-Landrut (19), erneut sechs Lieder vorgetragen, die sie auch beim Eurovision Song Contest 2011 singen könnte. Von diesen kamen drei in die engere Auswahl für das Finale – doch vielleicht gewinnt dann auch eines der drei Lieder, die beim ersten Halbfinale vergangene Woche vom Fernsehpublikum in die engere Wahl gezogen wurden. Mit welchem Song Lena ins Rennen geht, entscheidet sich am 18. Februar.

Die zweite Ausgabe von "Unser Song für Deutschland“ beim Sender ProSieben unterschied sich vor allem darin von der ersten, dass die beiden Gastjurorinnen Anke Engelke und Joy Denalane auch mal etwas Kritisches sagten. So meinte Engelke zum zweiten Song "Teenage Girls“: "Ich fand den Text beknackt.“

Jurypräsident Stefan Raab, der alle Lieder mit ausgesucht hat, revanchierte sich mit dem Hinweis: "Das kann ich natürlich verstehen, dass Anke sich nicht mehr so gut in Teenage-Songs reinversetzen kann. Ich bin der Meinung, dass es so Scheiße auch nicht war.“ Der Song fiel letztlich durch.

Gewählt für das Finale wurden die Ballade "Push Forward“, der eher ruhige Song "A Million and One“ sowie "Mama Told Me“, eine Komposition von Lena und Raab, über die Engelke sagte: "Die Gute-Laune-Nummer, auf die wir jetzt gewartet haben. Es rumpelt.“

Raab ist als Komponist nun mit zwei Nummern im Finale. Falls eine davon tatsächlich zum deutschen Beitrag gewählt wird, könnte er beim Eurovision Song Contest am 14. Mai in Düsseldorf nicht gleichzeitig als Moderator auftreten, so wie dies bisher geplant ist.

Über seinen Schützling Lena sagte Raab: "Sie singt das mittlerweile alles mit sehr viel Gefühl, weil sie dazugelernt hat, ohne dazuzulernen. Lena macht als Künstlerin aus, dass sie gar nicht so viel nachdenkt. Interpretatorisch ist sie ganz weit vorne.“

( dapd/jw )