Playboy und Fotograf

Gunter Sachs hat sich das Leben genommen

Der 78 Jahre alte Unternehmer und Fotograf Gunter Sachs hat offenbar Selbstmord begangen. Er soll sich in seinem Schweizer Chalet erschossen haben.

Der legendäre deutsch-Schweizer Playboy Gunter Sachs ist tot. Der 78-Jährige sei in seinem Schweizer Chalet in Gstaad tot aufgefunden worden, sagte sein Sohn Rolf Sachs am Sonntag der Illustrierten „Bunte“. Einzelheiten wolle die Familie am Sonntagabend bekanntgeben.

Einem Bericht von „Focus Online“ zufolge erschoss sich Sachs. Ein Schweizer Polizeisprecher bestätigte dies der Nachrichtenagentur dapd. Der Suizid habe sich bereits am Sonnabend ereignet, hieß es. Zu den Hintergründen der Tat ist noch nichts bekannt.

"Deutschlands einziger Playboy" stammt aus der fränkischen Unternehmerfamilie Sachs und ist der Ururenkel von Adam Opel. 1932 wurde er auf Schloss Mainberg bei Schweinfurt geboren. Schlagzeilen machte Sachs vor allem in den 60er- und 70er-Jahren als Lebemann. So wird er zu den Entdeckern des damals noch unbekannten französischen Fischerdorfs St. Tropez gezählt.

Sachs' Leben wurde von Schicksalsschlägen begleitet. Sein Vater Willy hatte sich 1958 ebenfalls mit einem Schuss das Leben genommen. Im selben Jahr starb seine erste Frau Anne-Marie Faure an den Folgen eines Narkosefehlers. Sein Bruder Ernst Wilhelm kam 1977 bei einem Lawinenunglück ums Leben.

Zahlreiche Affären wurden Gunter Sachs nachgesagt, zu denen auch die persische Ex-Kaiserin Soraya gezählt haben soll. Bekannt wurde er zudem durch seine Hochzeit mit Brigitte Bardot, die er 1966 in Las Vegas heiratete. Die Ehe hielt allerdings nur drei Jahre. Seit 1969 war Sachs mit dem schwedischen Ex-Model Mirja Larsson verheiratet. Mit ihr lebte er in Gstaad - Sachs war seit 1976 Schweizer Staatsbürger. Er hatte insgesamt drei Kinder – den 1955 geborenen Sohn Rolf aus erster Ehe und die Söhne Christian Gunnar und Claus Alexander aus der Verbindung mit Mirja.

In seinen späteren Jahren etablierte sich Gunter Sachs als Fotograf, Kunstsammler und Akt-Fotograf. Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. Er drehte auch Dokumentarfilme. Sein Wintersport-Film „Happening in White“ erhielt vor rund 40 Jahren den ersten Preis des Internationalen Olympischen Komitees. 1995 gründete er ein „Institut zur empirischen und mathematischen Untersuchung des möglichen Wahrheitsgehaltes der Astrologie in bezug auf den menschlichen Charakter“.

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