Mission Titelverteidigung

Erste Proben für Lena beim Eurovision Song Contest

Genau eine Woche vor dem Finale des Eurovision Song Contests standen für Lena am Sonnabend die ersten offiziellen Proben an. 40 Minuten hatte sie Zeit, um sich mit der Bühne in der Düsseldorfer Arena vertraut zu machen.

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Die Proben für das Finale des Eurovision Song Contest am 14. Mai in Düsseldorf sind bereits in vollem Gange.

Video: Reuters
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Schwarze Kleidung, dunkel geschminkte Augen und ein düsterer Blick für die Kameras: So präsentierte sich Lena Meyer-Landrut bei ihrem ersten Auftritt zur „Mission Titelverteidigung“ beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf. Am Samstag standen in der Düsseldorfer Arena die Proben für ihren Song „Taken by a stranger“ an.

Die mystische Atmosphäre des Songs mit seinen dumpfen Bässen und schrillen Tönen versuchte die 19-Jährige auch auf der Bühne zu verwirklichen. Von der fröhlichen und unbeschwerten Lena, wie sie sich mit „Satellite“ vor einem Jahr in Oslo dem europäischen Publikum gezeigt hatte, ist nicht mehr viel zu sehen. Die Titelverteidigerin zeigt eine neue Seite von sich.

"Jedes Mädchen in meinem Alter verändert sich“, sagt Lena zu ihrer Wandlung. Sie selbst habe sich nach dem Vorjahressieg vorgenommen, etwas anderes auszuprobieren. Auf der Bühne setzt sie dieses Vorhaben bestmöglich um. Trotz der 2.200 Scheinwerfer ist die riesige Halle in ein dunkles Licht getaucht. Nur auf Lena und ihre Tänzerinnen sind die Scheinwerfer mit ihren weißen Lichtkegeln gerichtet. Auf der über 1.000 Quadratmeter großen LED-Leinwand im Hintergrund werden die Tänzerinnen in ihren silbernen Ganzkörperanzügen in überdimensionaler Größe gezeigt. Passend zum Lied wirkt die Stimmung ein bisschen bedrohlich und gefährlich.

Sind die Kameras aus und der düstere Song ist verklungen, zeigt Lena aber schnell wieder ihre allseits bekannte Seite. Anstatt geduldig auf den nächsten Probendurchlauf zu warten, setzt sie sich im Schneidersitz auf den Boden und macht Späße. Den Auswärtssieg ihres Lieblingsvereins 1. FC Köln kommentiert sie mit einem lauten „Jawoll“ durchs Mikrofon. Und auf der Pressekonferenz nach der Probe überrascht sie die Journalisten mit frisch gebackenem Streuselkuchen. Natürlich lässt sie es sich nicht nehmen, den Kuchen eigenhändig zu verteilen.

Keine Gedanken an erneuten Sieg

Betont gelassen reagiert die Sängerin, wenn sie auf einen erneuten Sieg beim Song Contest angesprochen wird. „Ich versuche, daran nicht zu denken“, sagt sie. Stattdessen will sie sich lieber überraschen lassen, was beim Finale am 14. Mai passiert. Gedankenspiele, ob ein zweiter Sieg möglich sei, wirkten hingegen belastend. „Das macht einen nur krank“, sagt sie.

Als Titelverteidigerin, die erneut um den Sieg mitsingt, ist das Interesse an der 19-Jährigen besonders groß. Kamerateams aus ganz Europa sind zur Probe gekommen, Fotografen lichten jede Bewegung von Lena ab und selbst die freiwilligen Helfer, die sich sonst nur um einen reibungslosen Ablauf hinter den Kulissen kümmern, schauen sich den ersten Probenauftritt in der Arena an. „Meins ist es ja nicht, aber trotzdem schön“, sagt ein Grand-Prix-Fan skeptisch. Ein anderer Fan stellt fest: „Man merkt, dass sie ruhiger und professioneller geworden ist.“

Lena selbst fühlt sich nach eigenem Bekunden trotz der großen Aufmerksamkeit wohl in ihrer Rolle als Titelverteidigerin, die noch einmal für Deutschland antritt. „Es wäre so traurig, wenn ich das alles hier im eigenen Land nicht miterleben könnte“, sagt sie.

Für den Fall, dass die europäischen Zuschauer Lena am 14. Mai erneut zur Gewinnerin küren, hat sich die 19-Jährige für die Zeit danach schon festgelegt. „Ich glaube nicht, dass ich noch einmal antreten will“, sagt sie.

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