Fernsehshow

Ungarischer Sender erhält Strafe für "Süßen Vierer"

Die ungarische Medienaufsicht legte einem TV-Sender jetzt eine saftige Strafe auf: Die Show "Süßer Vierer" ist der Behörde zu vulgär.

Foto: TV2.hu / TV2.hu/WeltTV

Weil der Privatsender TV2, eine Tochter des deutschen Medienkonzerns ProSiebenSat.1, mit einer Kuppelshow gegen den Jugendschutz verstoßen hat, muss er nun 100 Millionen Forint (367.000 Euro) bezahlen. Dies beschloss die ungarische Medienaufsichtsbehörde NMHH.

Der Kanal habe mit der Show „Edes Negyes“ (Süßer Vierer) wiederholt gegen die Jugendschutzbestimmungen des geltenden Medienrechts verstoßen. Die Akteure der Sendung – vier Frauen, die um die Gunst eines abgehalfterten Popstars wetteifern – bedienten sich einer „ordinären Ausdrucksweise“ und „direkter sexueller Anspielungen“, hieß es in den Medienberichten weiter. Da die Show zur Hauptsendezeit am Abend ausgestrahlt und von bis zu 50.000 Kindern und Jugendlichen verfolgt wird, könne deren „psychologische Entwicklung schwer beeinträchtigt“ werden.

Im ungarischen Parlament wird am kommenden Montag ein umstrittenes neues Mediengesetz verabschiedet, das für Fernsehsender bei Verstößen gegen Regularien eine Einzel-Höchststrafe von 200 Millionen Forint vorsieht. Außerdem können künftig – anders als nach dem derzeit noch geltenden Medienrecht – auch Print- und Online-Medien von der Aufsichtsbehörde NMHH zu empfindlichen Geldstrafen in Höhe von bis zu 25 Millionen Forint verdonnert werden.

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