Jubiläum

Der Rosinenbomber wird 75 Jahre alt

Die DC-3 setzte einst Maßstäbe im Luftverkehr und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Für die Berliner nimmt der Rosinenbomber seit der Blockade von 1948 eine besondere Rollen ein.

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Am 17.Dezember 1935 hob die DC-3 im kalifornischen Santa Monica zum ersten Mal ab. Als „Douglas Skysleeper Transport“ war sie als eine Art fliegender Schlafwagen mit 14 Liegen konstruiert worden. Reisen quer durch die USA sollten endlich komfortabel werden. Doch die Idee wurde verworfen, das Flugzeug wurde zu der gewöhnlichen Version mit Sitzen umgebaut. Niemand hätte es damals für möglich gehalten, dass einmal mehr als 15.000 der schier unverwüstlichen zweimotorigen Maschinen gebaut würden.

Die DC-3 setzte Maßstäbe im Luftverkehr. Mit diesem Flugzeug wurde zum Alltag, was heute selbstverständlich ist: Sicherheit und Pünktlichkeit am Himmel. Die Maschine wurde zum berühmtesten und meistverkauften Propeller-Verkehrsflugzeug der Welt. Vor allem die USA wurden von der DC-3 verändert. Die Ost- und Westküste lagen nur noch 15 Stunden Flugreise auseinander – mit gerade mal drei Zwischenstopps.

Ein weiteres Mal schrieb sich die DC-3 in die Geschichtsbücher ein: mit der Rettung West-Berlins während der sowjetischen Blockade von Juni 1948 bis Mai 1949. Im Minutentakt landende Maschinen der militärischen Version C-47 „Skytrain“ waren das Rückgrat der Luftbrücke, die die eingeschlossene Stadt mit allem Notwendigen versorgte. Die Berliner verpassten den Fliegern den Spitznamen Rosinenbomber, weil Piloten im Tiefflug Süßigkeiten aus dem Cockpit fallen ließen.

In Japan wurde die DC-3 unter dem Namen Nakajima L2D in rund 450 Lizenz-Exemplaren gebaut. Und in Großbritannien nannte die Royal Air Force ihre DC-3 „Dakota“.

Noch 1975 – 40 Jahre nach dem Erstflug – flogen weltweit über 500 DC-3.

Heute sind die letzten noch fliegenden zivilen Maschinen sorgsam gepflegte Nostalgieflugzeuge.