Großbritannien

13-jähriger Alfie laut DNA-Test doch nicht Vater

Dramatische Wende im Fall des 13 Jahre alten Alfie Patten. Der Junge, der vergangenes Jahr ein Baby gezeugt haben soll, ist doch nicht der jüngste Vater Großbritanniens. Britischen Medien zufolge liegt das Ergebnis des DNA-Tests vor. Alfie soll deshalb am Boden zerstört sein.

Foto: AFP

Der Fall hatte vor wenigen Wochen für Entsetzen gesorgt: Der 13 Jahre alte Schuljunge Alfie Patten aus Eastbourne in Sussex zeigte sich als strahlender Vater einer kleinen Tochter. Die Mutter: seine zwei Jahre ältere Freundin Chantelle Stedman. Nach der Geburt von Maisie Roxanne im Februar wäre Alfie damit der jüngste Vater Großbritanniens gewesen.

Doch schon bald kamen Zweifel an der Vaterschaft Alfies auf, die sich jetzt bestätigt haben. Denn nun ist sicher, dass der Junge von seiner 15-jährigen Freundin Chantelle an der Nase herumgeführt wurde. Nach Informationen der britischen Zeitung „Daily Mirror“ stammt das Kind definitiv nicht von dem gerade einmal 1,20 Meter großen Alfie. Dies habe der 300 Pfund teure DNA-Test bewiesen.

Schon kurz nach der Geburt hatten sich gleich ein halbes Dutzend Nachbarsjungen damit gebrüstet, sie hätten ebenfalls mit der 15-Jährigen geschlafen. Sowohl Chantelle als auch Alfie hielten jedoch an ihrer Version fest: „Alfie ist der einzige Junge, mit dem ich bisher zusammen war.“ Chantelle sei dem Bericht des Mirrors zufolge schwanger geworden, weil sie im vergangenen Mai ihre Pille vergessen habe.

Auch Alfie wollte das schützen, was er für seine kleine Familie hielt: "Ich bin der einzige Freund, den Chantelle hatte, und wir sind seit zwei Jahren zusammen. Ich muss der Vater sein. Als sie herausfand, dass sie schwanger ist, habe ich sie gefragt: 'Bin ich der Vater?’. Sie hat geantwortet: 'Ja'. Also glaube ich ihr.“

Allerdings erklärte er sich angesichts des zunehmenden Verdachts zu einem DNA-Test bereit: „Ich wusste vorher überhaupt nicht, was ein DNA-Test ist. Aber meine Mama hat mir erklärt, dass man damit beweisen kann, dass ich der Vater bin. Also, wenn ich das mache, dann werden alle anderen ihren Mund halten müssen.“

Nun sieht die Sache anders aus: Das Ergebnis habe Alfie umgehauen, er sei total verwirrt, schreibt der „Daily Mirror“. Bislang hatte er angenommen, das Kind sei in einer Nacht entstanden, in der die beiden ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten. „Er war bisher noch nie auf den Gedanken gekommen, dass Chantelle ihm gar nicht treu gewesen sein könnte“, sagte seine Mutter Nicole Patten. „Er war total schockiert, dass die anderen behaupteten, sie haben ebenfalls mit ihr geschlafen.“

Chantelle soll jedoch schon länger gewusst haben, dass Alfie nicht der Vater sei. Dies habe sie ihrer 17 Jahre alten Halbschwester Jodie O’Neal gestanden, berichtet der "Mirror" weiter. Der Vater sei tatsächlich einer der zahlreichen Jungs, die sich gemeldet hatten. Sie sei jedoch von ihrer Mutter Penny dazu gedrängt worden, die offizielle Version aufrecht zu halten, sie sei eine Jungfrau gewesen, als sie von Alfie geschwängert wurde.

Der Aufsehen erregende Fall von Teenagerschwangerschaft war in die Öffentlichkeit geraten, als Alfie mit seinem Vater ein Interview gab – nur wenige Tage nach der Geburt Maisies. In dem Interview behauptete Dennis Cameron, dass es auch für seinen Sohn das erste Mal gewesen sei. Politiker hatten daraufhin von einem „gebrochenen Land“ gesprochen.

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos

Beschreibung anzeigen