Airbus-Absturz

Verdächtige Namen auf Passagierliste von AF 447

Noch immer ist unklar, warum der mit 228 Personen besetzte Air-France-Airbus am Pfingstmontag über dem Atlantik abstürzte. Jetzt berichtet eine französische Zeitung, dass es eventuell Unstimmigkeiten bei der Passagierliste gibt. Zwei Namen stimmen angeblich mit denen von Terroristen überein.

Die Möglichkeit, dass der vor zehn Tagen über dem Atlantik abgestürzte Airbus der Air France durch einen Anschlag zur Explosion gebracht wurde, haben die Ermittler bislang immer noch nicht vollständig ausgeschlossen. Allerdings gab es auch keinerlei Indizien, die in diese Richtung deuteten, kein Bekennerschreiben oder Video – nichts.

Nun berichtet das französische Nachrichtenmagazin "L’Express", der französische Geheimdienst habe auf der Passagierliste des Air France-Fluges AF 447 zwei verdächtige Namen entdeckt. Personen mit diesen Namen sollen den Behörden wegen ihrer Kontakte zu islamischen Terroristen bekannt sein. Allerdings haben die Dienste bisher nicht klären können, ob es sich bei den Passagieren tatsächlich um Terrorverdächtige handelt - oder um zwei Fälle zufälliger namentlicher Übereinstimmung. Eine eindeutige Identifizierung sei schwierig, da die Geburtsdaten der Verdächtigen nicht bekannt seien, schreibt der Express.

Seit Mittwoch sucht das Schiff mit einem hochempfindlichen passiven Sonar nach den Flugschreibern des abgestürzten Airbusses. Die „Emeraude“ durchkämme eine Zone von 20 mal 20 Seemeilen (rund 37 mal 37 Kilometer), sagte ein Pariser Militärsprecher. Am Donnerstag soll ein Forschungsschiff mit Tauchrobotern eintreffen. „Die Erfolgschancen sind aber nicht sehr, sehr hoch.“

Das 74 Meter lange Atom-U-Boot muss sich den beiden Flugschreibern bis auf etwa 1000 Meter nähern, um deren Funksignale empfangen zu können. Am Wochenende sollen auch zwei US-Schlepper mit extrem empfindlichen Sonargeräten in dem Gebiet eintreffen. Einmal geortet, könnten die orange leuchtenden Flugschreiber von einem Tauchroboter oder Arbeits-U-Boot des Forschungsschiffes „Pourquoi pas?“geborgen werden. Der Flugdatenschreiber und der Gesprächsaufzeichner werden in einem zerklüfteten Gebiet in bis zu 4000 Metern Tiefe vermutet.

Die französischen und brasilianischen Bergungsmannschaften zogen bis Dienstagabend 41 Leichen aus dem Wasser. Mit der Sicherung von Fingerabdrücken begann die Identifizierung. Dazu hat auch die internationale Polizeiorganisation Interpol ihre Hilfe angeboten. (mit dpa)