Hauseinsturz in Brühl

Familie des geretteten Jungen liegt unter Trümmern

In Brühl hat sich eine Explosion ereignet, durch die ein Haus eingestürzt ist. Ein 12-Jähriger wurde gerettet, doch seine Familie liegt unter den Trümmern. Diese sollen nun abgetragen werden.

Nach der Explosion eines Hauses in Brühl bei Köln wird seit Sonntagmorgen der Trümmerberg vorsichtig abgetragen. „Wir setzen jetzt auch schweres Gerät ein“, sagte der Sprecher der Feuerwehr, Josef Uhlhaas. Bei der Explosion am Samstagabend waren drei Menschen verschüttet worden. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass sie im Keller des Gebäudes liegen.

Geplant sei, jeweils rund einen halben Meter Schutt zu entfernen, sagte Uhlhaas. Anschließend sollen Suchhunde eingesetzt werden. Falls diese nichts finden, wird die nächste Schicht Schutt entfernt. Kritisch sei allerdings, dass der noch erhaltene Teil des Gebäudes zusammenzubrechen drohe. „Aber wir geben die Hoffnung nicht auf“, betonte der Sprecher. Durch die Explosion war am Samstagabend eine Doppelhaushälfte eingestürzt. Ein 12-jähriger Junge konnte wenig später verletzt aus den Trümmern geborgen werden. Bei den Vermissten handelt es sich um die Familie des Jungen: die zehnjährige Schwester, den 45-jährigen Vater und dessen zwei Jahre ältere Lebensgefährtin. Die Rettungskräfte vor Ort gehen davon aus, dass sonst niemand mehr unter den Trümmern der Doppelhaushälfte liegt.

Zunächst war versucht worden, mit Kameras in die Kellerräume zu gelangen, um die Verschütteten zu finden. Die Ursache für die Explosion ist weiterhin unklar. Ein Statiker schloss eine Materialermüdung aus, wollte aber weiter keine Aussagen treffen. Zunächst war man von einer Gasexplosion ausgegangen.