Britische Royals

Darum reist Harry vor Williams Hochzeit zum Nordpol

Einen Monat vor der Hochzeit mit Kate Middleton hat Prinz William heimlich seinen Junggesellenabschied gefeiert. Bald wird er zum Nordpol aufbrechen.

Er ist der Hirsch, sie ist die Henne. Ganz gleich, welche Titel da sonst so im Weg sind, Hoheit oder Prinz oder künftige Prinzessin. Wenn der Mann es ein letztes Mal krachen lässt und die Frau noch mal feiert, als gäbe es kein morgen, dann macht es der Adel so wie das Volk.

Der Prinz feiert „stag night“, die Braut feiert „hen night“. Beides wurde bereits absolviert, und niemand hat es gewusst, niemand hat auch nur ein einziges Foto gemacht – von grölenden, kleine bunte Schnapsfläschchen stürzenden Männern, von kreischenden Frauen, einem Stripper vielleicht, nicht unüblich für solche Events. Der Palast meldete nur noch Vollzug. Nicht einmal, wann die Partys stattfanden, geschweige denn, wo.

Als sicher darf gelten, dass Williams Party – wie es die Tradition vorsieht – von seinem „best man“, seinem Trauzeugen, organisiert wurde. In Williams Fall seinem partyerprobten Bruder Harry. Ein Nachtklubbesitzer soll mitgeholfen haben. Ort des Geschehens war offenbar ein Anwesen in Norfolk im Osten Englands. Zeitpunkt: letzten Samstag. Der „Daily Telegraph“ will außerdem wissen, dass etwa 20 Freunde da waren. Der Rest ist Schweigen.

„Es tut mir sehr leid“, sagte sein alter Freund Thomas von Straubenzee, „aber ich muss das vertraulich behandeln. Ich hoffe, Sie verstehen das.“ Das muss er offenbar wirklich, alle Teilnehmer mussten Verschwiegenheit schwören.

Ursprünglich hatte der 28-jährige William geplant, das Wochenende mit seinen Freunden im kleinen Seebad Exmouth zu verbringen. Solche Städte sind für „stag nights“ begehrt, am Wochenende wimmelt es in Blackpool, Bournemouth, Brighton von Junggesellen und -gesellinnen. Aber das ist wohl eine andere Kategorie. Jedenfalls: Die Pläne sickerten durch, die ersten Journalisten hatten schon Stellung bezogen. Also schmiss man die Pläne noch einmal um.

William, heißt es, habe sich wie schon sein Vater Charles vor der Hochzeit mit Diana ein Fest mit Freunden ohne großes öffentliches Aufsehen gewünscht. Charles hatte vor 30 Jahren in einem Londoner Gentlemen’s Club gefeiert.

Vier Wochen sind es noch bis zur Hochzeit, das Datum für Williams „stag night“ war früh gewählt. Aber bis zum 29. April ist ja noch viel zu tun. Harry zum Beispiel muss noch schnell eine Nordpolexpedition hinter sich bringen. Der Trip mit einer Gruppe von Kriegsveteranen soll dazu dienen, Geld für verwundete Soldaten zu sammeln.

Zu Kates „hen night“, die schon drei Tage vorher stattfand, lässt sich eher sagen, was sie alles nicht war, sie war nämlich nicht spektakulär, spielte nicht – natürlich nicht – an einem öffentlichen Ort, sondern fand in der Wohnung einer Freundin statt, sie war nicht sonderlich glamourös, ohne Trinkspiele, und Harrys Ex Chelsy Davy stand nicht auf der Gästeliste, dafür gerüchteweise eine gewisse Astrid Harbord, die ebenfalls mal mit dem jungen Prinzen liiert war und mit ihrer Schwester den Beinamen „Hardcore Sisters“ trägt, weil sie eine Vorliebe für ausgelassene Partynächte teilen.

Wahrscheinlich aber war alles recht „low-key“, gemäßigt also. Gäste mit klangvollen Namen wie Alice Haden-Patton, Frau von Nicholas van Cutsem, oder Alicia Fox-Pitt, Kameradin aus Kates Privatschule und Rudermannschaft, sollen für einen würdigen Abend gesorgt haben.

Nun noch zu dem, was gesichert ist, dazu hat sich der Palast nämlich erstmals geäußert. Am 29. April wird William um 11 Uhr Ortszeit in der Westminster Abbey vor den Traualtar treten. Seine Braut wird mit einem Rolls-Royce zur Kirche gebracht. Erst dann sollen William und mit ihm Millionen Fernsehzuschauer auf der Welt ihr Kleid zu sehen bekommen.

In die Abbey sind rund 1800 Gäste geladen. Darunter sollen unter anderen Staatschefs aus dem Commonwealth sein sowie Freunde des Paares – zum Beispiel hat der Postbote aus Kates Heimatort eine Einladung bekommen. Wer nicht in die Kirche kommt, kann die Trauung auf den zahlreichen Großbildschirmen verfolgen, die im ganzen Land aufgestellt werden. Voll wird es vor den Bildschirmen im Hyde Park und im Dorf Bucklebury, in dem Kate aufgewachsen ist.

Nach der Trauung fährt das Paar zum Buckingham Palace. Wenn es regnet, steht eine verglaste Kutsche aus dem 19. Jahrhundert bereit. Bei gutem Wetter kommt der offene Wagen, in dem Charles und Diana 1981 an der Menge vorbeifuhren, zum Einsatz.

Die Queen hat rund 600 Gäste zum Empfang nach der Trauung in den Palast geladen. Vor dem Feiern müssen Kate und William den obligatorischen Kuss auf dem Balkon abliefern.

Am Abend übernimmt dann Williams Vater Charles die Gastgeberrolle. Etwa 300 engste Freunde und Verwandte sind zum Abendessen mit Tanz geladen. Über die Speisekarte schweigt sich der Palast aus. Bekannt ist, dass es gleich zwei Torten geben wird: einen Tortenturm, um den sich Kate gekümmert hat, und eine Kekstorte aus den Lieblingsplätzchen des Prinzen.

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