RTL-Kuppelshow

Überraschende Babybeichte bei "Bauer sucht Frau"

| Lesedauer: 5 Minuten

Geständnisse bei "Bauer sucht Frau": Eine Kandidatin ist schwanger. Trotzdem siegt die Liebe. Von diesen Landwirten kann jeder Single-Städter noch was lernen.

Es ist doch immer wieder erstaunlich: Eigentlich noch völlig ungeküsst, schaffen es die Bauern des beliebten RTL-Formats schon bei der ersten Kontaktanzeige, eine Traumfrau aufs Land zu ziehen. Höchste Zeit für einsame Städter, sich bei den erfolgreichen Junggesellen ein paar Grundregeln in Sachen Verführungskunst abzuschauen.

Lektion 1, die Grundanschaffung: ein rumpelnder Traktor. Denn mal ehrlich – dagegen kommt kein noch so schnöseliger Porsche an. Der hat keine Schaufel, die man mit Stroh auslegen und die Herzdame damit zum Hof chauffieren kann. Auch ein romantisches Picknick zu zweit funktioniert in der streng riechenden Landmaschine besser als auf weißen Kunstlederpolstern. Am wichtigsten: Wenn sich die Dame auf einmal anmaßt, selbst das Steuer in die Hand nehmen zu wollen, bleibt der Landwirt gelassen. Beim Porschefahrer entwickeln sich dagegen unattraktive Schweißflecken unter den Armen.

Lektion 2: Understatement war gestern – die Landjungs lieben Klartext und blumige Komplimente. Da kann einem auch schon mal ein „Ich liebe dich“ nach gefühlten zwei Minuten Bekanntschaft herausrutschen. Großartig auch die Bemerkung des romantischen Bio-Bauern Johannes, als seine Hofdame ihm eröffnet, dass sie „ein Kind unter dem Herzen trägt“: „Das nächste mach ich dann aber selbst“, stellt er trocken fest. Schon küsst ihn die Schwangere.

Lektion 2b: Es mit den Gefühlen dann aber auch wieder nicht übertreiben. Die Herzdame soll sich schließlich an die strenge Landluft gewöhnen, im Schweinestall weht nun mal ein rauer Wind. Da murrt der rüstige Hühnerwirt Gerhard ein trockenes: „Hat mich gefreut“, als seine liebste Sigrun den Hof verlässt. Bloß nicht lächeln, sie könnte sich dran gewöhnen. „Ich glaube schon, dass Sigrun und ich uns gegenseitig ergänzen können“, verrät er anschließend der RTL-Kamera. Das klingt absolut nach ganz großer Liebe.

Lektion 3: Die Herzdame herausfordern. Schließlich soll die auch dem hutzeligen Hühnerwirt oder dem schüchternen Schweinebauer beweisen, dass sie um ihn kämpft. So einen Familienbetrieb gibt’s schließlich nicht zum Nulltarif – davor gilt es Rinder einzufangen und Ferkelstelle auszumisten.

Stichwort: Familienbetrieb. Ein wichtiger Auftritt ist auch immer der der Mutter. Die hat schließlich ein untrügliches Gespür dafür, ob die Gastdame wirklich am Herzen oder nur am Hof ihres Sohnes Interesse hat. Bauernmütter tragen meist Untertitel, damit man sie versteht und lassen erahnen, warum das mit ihren Söhnen und der Frauenwelt bislang noch nicht so gerockt hat.

Soweit die Warmlaufphase – auf geht’s zur Attacke. Hier nutzt die Landbevölkerung meist ein ganz perfides Mittel der Herzeroberung: niedliche Tiere. Ferkel, die aus der Flasche trinken. Lämmchen, die grade erst geboren wurden und deshalb noch so herrlich wackelig auf den dünnen Beinchen stehen. Hühner, denen man Namen geben darf. Der alte Kuscheltier-Trick: Er zieht! Gut, der Name Xenia für ein Kälbchen kommt dem Bauern vielleicht nicht so richtig leicht über die Lippen – muss es aber auch gar nicht, um den Streichelzoo kümmert sich künftig das entzückte Weib.

Und wenn man ohnehin grad dem Kalb die Ohren krault, kann man mit der anderen Hand wunderbar an der Frau grabbeln – auch das wird meist als niedlich empfunden.

Ist die erste Harmonieschwelle passiert, geht’s weiter mit dem Romantikprogramm. Gern genommen: Das erste gemeinsame Frühstück, ausnahmsweise mit Servietten und in größter Perfektion sogar mit einem Teelicht garniert, begrüßt der Landwirt seine Liebste nach der lauwarmen Dusche. Wichtig zu betonen: „Einmal mach ich das jetzt, ab morgen ist das dein Job“ – nicht, dass sich da falsche Erwartungen einstellen.

Romantikprogramm Stufe 2: Ein romantischer Ausflug an den See, ins Gebirge, in die Felder – Hauptsache das junge Glück ist mit dem RTL-Team ungestört und kann die obligatorische Flasche Sekt köpfen. Im Fall von Johannes führt das dann zu einer Babybeichte, die sich aber mit Lektion 2 handeln lässt (wir erinnern uns: blumige bis plumpe Komplimente).

Ist die Liebste dann ein bisschen beduselt, geht’s ran: Da wird gefummelt und gebusselt, was das Zeug hält – unterbrochen nur von einem verträumten Blick Wange an Wange in die Ferne – damit die Kamera auch ein bisschen was von der großen Liebe hat. Drunter macht der Bauer es nämlich in der Regel nicht: Die Eine oder Keine, Familienplanung beginnt ihr schon beim ersten Wangentätschler.

Das sollen ihnen die Städter erst einmal nachmachen.

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