Brandenburg

Feuer in Sendemast legt TV und Handys lahm

In Technikräumen auf dem insgesamt 180 Meter hohen Rundfunkmast Calau ist ein Feuer ausgebrochen. Vor allem im Süden Brandenburgs war der Radio-, TV- und Handyempfang stark beeinträchtigt.

Wegen eines Brandes im Sendeturm Calau (Oberspreewald-Lausitz) sind am Dienstag mehrere Fernseh- und Radiosender ausgefallen. Offenbar war das Feuer in einem der Technikräume in 120 Metern Höhe ausgebrochen, wie die Feuerwehrleitstelle in Cottbus mitteilte. Gemeldet wurde der Brand gegen 11 Uhr. Erst am Nachmittag konnte der Brand gelöscht werden, wie der stellvertretende Bürgermeister von Calau, Frank Böttner (parteilos), sagte.

Das Gelände rund um den 180 Meter hohen Turm wurde in einem Umkreis von 200 Metern abgesperrt, um Verletzungen durch möglicherweise herabfallende Gegenstände zu vermeiden, sagte ein Feuerwehr-Sprecher. Rund 400 Menschen waren von der Evakuierung betroffen. Wann die Sperrung wieder aufgehoben werden könne, sei noch unklar, sagte Böttner am Nachmittag. Erst müsse ein Statiker den Turm begutachten. Nur wenn die Standsicherheit hundertprozentig gewährleistet sei, dürften die Bürger wieder zurück in ihre Häuser und Geschäfte.

Laut RBB konnten wegen des Brandes im südlichen Teil Brandenburgs und im Norden Sachsens keine terrestrischen beziehungsweise digitalterrestrischen Hörfunk- und Fernsehsender empfangen werden . Neben dem RBB-Fernsehen waren davon auch die Wellen Inforadio, Radioeins, Antenne Brandenburg, Fritz und Kulturradio betroffen. Auch mehrere kommerzielle Fernsehsender wurden nach Angaben eines RBB-Sprechers vorübergehend lahmgelegt.

Der Mast wird nach Angaben der Polizei von drei Fernsehsendern, sieben UKW-Sendern und zwei Mobilfunkanbietern genutzt. Nach Angaben eines Sprechers der Telekom, die den Sender betreibt und Antennenplätze vermietet, wurden alle Radio- und Fernsehsender abgeschaltet. Für wie lange, war am Dienstagnachmittag noch nicht abzusehen. Das Mobilfunknetz habe durchgehend funktioniert, sagte der Sprecher.

Die Löscharbeiten gestalteten sich offenbar äußerst schwierig. Nach Angaben des Telekom-Sprechers sei zwar ein Polizeihubschrauber im Einsatz gewesen, dieser habe aber von oben nicht löschen sondern nur mit Hilfe einer Wärmebildkamera den Brandherd lokalisieren können. Währenddessen hatten dem Sprecher zufolge Höhenrettungskräfte versucht, den Turm von unten über eine Sprossenleiter zu besteigen.