China

Shaolin-Tempel wird zum Fußball-Trainingslager

Peking – Chinas berühmter Shaolin-Tempel, in dem junge Kungfu-Schüler in die Kampfkunst eingeführt werden, soll zur Wiege für Fußballprofis werden. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, eröffnete der Tempel in der zentralchinesischen Provinz Henan bereits im Oktober ein Trainingszentrum. Derzeit lernen mehr als 40 Shaolin-Schüler den Umgang mit dem Ball. Laut Cheftrainer Shi Yanlu können die für die Shaolin-Kampfkunst typischen Eigenschaften Disziplin und Ethos auf Fußball übertragen werden. Trainiert werden die Fußball-Rekruten, allesamt um die zehn Jahre alt, von Alphonse Tchami, einem pensionierten Nationalspieler aus Kamerun.

"Chinesischer Fußball erlebt eine Flaute, und wenn einige Elemente des Shaolin-Kungfus, vor allem sein Geist, ins Fußballspiel integriert werden, wird das hoffentlich die Trainingsleistung verbessern“, hofft Cheftrainer Shi. Auch die Beinarbeit und die technische Koordination könnten für die künftigen chinesischen Fußballspieler von Vorteil sein. Zum Leidwesen chinesischer Fußballfans ist die Nationalmannschaft des bevölkerungsreichsten Landes wenig ruhmreich. Für die Fußballweltmeisterschaft 2010 konnte sie sich nicht qualifizieren.