Kriminelle Karriere

"Crash-Kid Andi" steht schon wieder vor Gericht

Als 14-Jähriger stahl er ein Auto und tötete damit einen Polizisten. Nun steht "Crash-Kid" Andi B. wieder vor Gericht – wegen Fahrens ohne Führerschein.

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Der als „Crash-Kid Andi“ bekanntgewordene junge Serienstraftäter aus der Nähe von Düsseldorf muss wieder vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem inzwischen 25-Jährigen und seiner gleichaltrigen Ehefrau gefährliche Körperverletzung und Raub vor. Bevor dieser Fall am 18. März vor dem Amtsgericht Langenfeld verhandelt wird, hat Andreas B. zuvor noch einen weiteren Termin vor dem Landgericht in Düsseldorf. In einer Berufungsverhandlung ficht er seine Verurteilung zu 21 Monaten Haft wegen eines anderen Delikts an.

Die kriminelle Karriere von Andreas B. hatte in den 90er-Jahren begonnen. Schon als Kind stahl der Sohn eines Truckers Autos und Lastwagen und fuhr damit quer durch Europa. Mit 14 Jahren überrollte und tötete er mit einem gestohlenen Lkw einen niederländischen Polizisten. Später im Jugendgefängnis vergewaltigte er einen Mithäftling.

Vor dem Düsseldorfer Landgericht geht es um gefährliche Körperverletzung und Fahren ohne Führerschein. Das Amtsgericht Langenfeld hatte es in erster Instanz als erwiesen angesehen, dass Andreas B. Ende 2008 einen Kontrahenten zunächst mit einem Warndreieck malträtiert, dann zu dessen Haus verfolgt und dort mit einem Schraubenschlüssel verletzt hatte. Zudem sei Andreas B. mehrmals ohne Führerschein unterwegs gewesen. Gegen seine Verurteilung im Dezember 2009 legte er Berufung ein.

Am 18. März muss Andreas B. erneut vor dem Amtsgericht Langenfeld erscheinen. Laut Anklage geht es bei diesem Termin um einen Rachefeldzug gegen eine junge Frau. Diese habe einen Seitensprung von Andreas B. beobachtet und dessen Ehefrau davon erzählt. Nachdem sich Andreas B. wieder mit seiner Frau vertragen hatte, sollen die beiden im September 2009 die „Verräterin“ verdroschen haben. Das Paar soll dabei auch Handy und Laptop seines Opfers geklaut haben.

Bei diesem Verfahren könnte sich Andreas B. eine weitere Haftstrafe von bis zu zehn Jahren einhandeln. Wegen des Alters einer weiteren Mitangeklagten findet der Prozess vor dem Jugendschöffengericht statt und ist damit nicht öffentlich.