Erneute Panne

Kerosin-Leck zwingt Qantas-Boeing zur Landung

Ein Kerosin-Leck hat in Australien ein Flugzeug mit 290 Passagieren an Bord zu einer Notlandung gezwungen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Qantas-Boeing 747-400 einen Flug unterbrechen musste: Es soll sich um dieselbe Maschine handeln, die 2008 mit einem Riesenloch im Rumpf in Manila landen musste.

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Die Maschine der australischen Fluggesellschaft Qantas setzte trotz des Kerosinlecks ohne Probleme in Perth an der Westküste auf.

Die Boeing 747-400 war nach Angaben der Fluglinie auf dem Weg von Singapur nach Sydney, als die Bordinstrumente nach vier Stunden Flug ein Leck anzeigten. Als reine Vorsichtsmaßnahme sei eines der Triebwerke abgestellt worden, sagte die Unternehmenssprecherin. Die Maschine sei trotzdem sicher geflogen, aus Vorsicht aber nach Perth umgeleitet worden. Die Landung des Fluges QF32 sei daraufhin problemlos verlaufen.

Dieselbe Maschine war schon im vergangenen Jahr knapp einer Katastrophe entgangen: Auf dem Flug von Hongkong nach Australien explodierte im Juli 2008 eine Sauerstoffflasche an Bord und riss ein großes Loch in den Rumpf. Dem Pilot gelang es, die Maschine in Manila sicher zu landen. Im November stieß sie dann während eines Abschleppmanövers auf einem Wartungsstützpunkt bei Melbourne mit einer zweiten Maschine zusammen.

Die Vorfälle hätten aber „absolut nichts“ miteinander zu tun, betonte eine Qantas-Sprecherin, Kristy McSweeney. Die Fluggesellschaft bestätigte, dass es sich bei der Maschine um dasselbe Flugzeug handelt, dass bereits im Juli notlanden musste. Ingenieure sollen die Maschine nun genau untersuchen.