Dreifachmord in Coesfeld

Ex-Freundin mit 48 Stichen und Schnitten getötet

Schockierendes Obduktionsergebnis drei Tage nach der Bluttat auf einem Campingplatz bei Coesfeld: Die Ex-Freundin des mutmaßlichen Dreifachmörders ist mit 48 Stich- und Schnittwunden getötet worden. Schon die Eltern der 29-Jährigen waren brutal erstochen worden. Der Verdächtige schweigt weiter zu den Vorwürfen.

Foto: ddp / ddp/DDP

Staatsanwalt Martin Botzenhardt sprach von einem besonders brutalen Vorgehen des Täters. Einige der Stiche seien auch im Lungen- und Herzbereich festgestellt worden. Schon die Obduktion der erstochenen Eltern der 29-jährigen Frau hatte ebenfalls Dutzende Stich- und Schnittverletzungen ergeben.

Als Verdächtiger sitzt ein 33 Jahre alter Kölner in Haft. Er habe sich noch nicht zu der Tat geäußert. „Wir sind noch dabei, weitere Zeugen zu vernehmen und die umfangreichen Spuren auszuwerten“, sagte der Leiter der Mordkommission, Werner Brökers.

Der 33-Jährige soll in der Nacht zum Sonntag seine 29 Jahre alte Ex-Freundin sowie deren 53-jährige Mutter und 55-jährigen Vater auf einem Campingplatz in Coesfeld-Lette getötet haben. Die zehn Monate alte Tochter des 33-Jährigen und seiner Ex-Freundin trug nach ersten Erkenntnissen keine körperlichen Schäden davon.

Motiv für die Tat waren möglicherweise Unterhaltsstreitigkeiten zwischen dem Mann und seiner früheren Freundin. Die drei Leichen werden gerichtsmedizinisch untersucht. Danach wurden dem 55-jährigen Mann elf Stich- und Schnittverletzungen zugefügt. Die 53-jährige Frau starb an 27 Stich- und Schnittverletzungen.

In dem Fahrzeug des Tatverdächtigen, der am Sonntag in Tatortnähe festgenommen worden war, hatte die Polizei ein Samuraischwert, mehrere Messer sowie eine Würgeschlinge sichergestellt.