Live-Ticker

Rauch auch über dem Atomkraftwerk Fukushima 2

Die Welt blickt besorgt auf die japanische Atom-Katastrophe. Es gibt Pläne, die Sperrzone nun doch auf 30 Kilometer auszuweiten. Alle Infos im Live-Ticker.

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Das Meerwasser nahe dem japanischen Katastrophen-AKW Fukushima enthält 3355 mal so viel radioaktives Jod wie gesetzlich erlaubt

Video: Reuters
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14.26 Uhr: In Japan steigt die Zahl der Toten weiter. Laut Polizeiangaben wurden 11.257 Todesopfer bestätigt. Am Vortag waren es etwa 100 weniger. Mehr als 16.300 Menschen werden nach dem Beben vom 13. März noch vermisst. Dies meldete der staatliche Nachrichtensender NHK.

14.01 Uhr: Am Kernkraftwerk Fukushima 2 ist etwa eine Stunde lang Rauch aufgestiegen. Das meldete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Betreiberfirma Tepco. Der Rauch kam laut Tepco von einer Stromverteiler-Einheit in einem Turbinenraum im ersten Stock. Er sei dann wieder verschwunden. Genaue Angaben zur Ursache des Rauchs gab es zunächst nicht. Fukushima 2 befindet sich etwa zehn Kilometer vom stärker beschädigten Krisen-AKW Fukushima 1 entfernt.

13.48 Uhr: Unter Berufung auf Regierungskreise meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo, dass angesichts der zu erwartenden Engpässe in der Versorgung die Elektrizität im Sommer vor allem für größere Unternehmen rationiert werden müsse.

13.40 Uhr: Um die Ausbreitung der Radioaktivität einzudämmen, will der japanische Kraftwerksbetreiber Tepco eigenen Angaben zufolge den Boden rund um die schwer beschädigten Reaktoren mit Kunstharz besprühen. Die Methode solle am Donnerstag (31. März) zunächst in einem Teilbereich getestet werden, sagte Nishiyama. Die Idee dahinter sei die, die radioaktiven Partikel am Erdboden “festzukleben.“

13.20 Uhr: Wegen der als zu zögerlich empfundenen Informationspolitik der Regierung gerät Ministerpräsident Naoto Kan innenpolitisch immer stärker unter Druck. Inzwischen schließt Kan nicht mehr aus, dass die Sperrzone nun doch auf 30 Kilometer ausgeweitet werden könnte. Von der bisherigen Evakuierungszone sind 70.000 Menschen betroffen. Bei einer Ausweitung auf 30 Kilometer müssten noch 130.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

12.30 Uhr: Japanische Autohersteller kämpfen auf dem nordamerikanischen Markt immer mehr mit Lieferengpässen. Honda reduziert seine Produktion in den US-Fabriken. Toyota bittet seine amerikanischen Händler, vorläufig über 200 Ersatzteile, die in Japan angefertigt werden, nicht mehr zu bestellen.

11.15 Uhr: Die japanische Regierung ordnet die dringende Überprüfung aller Atomreaktoren des Landes an, um Katastrophen wie derjenigen im Kernkraftwerk Fukushima vorzubeugen.

11.00 Uhr: Erstmals werden in der Luft im Fernen Osten Russlands Spuren von radioaktivem Jod 131 aus dem havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 nachgewiesen.

10.50 Uhr: Die US-Schuhfirma Crocs spendet 100.000 Paare ihrer bunten Clogs an die Opfer der japanischen Naturkatastrophe vom 11. März.

10.30 Uhr: Den drei Arbeitern, die in Fukushima 1 mit radioaktivem Wasser in Kontakt gekommen waren, geht es offenbar gut. "Wir haben sie untersucht und keine Strahlung messen können", sagt der Sprecher der Atomsicherheitsbehörde, Yoshiyuki Tada.

10.09 Uhr: Die südkoreanischen Behörden entdecken geringe Spuren radioaktiver Substanzen in Lebensmitteln aus Japan.

9.30 Uhr: Japans Regierung wird einem Zeitungsbericht zufolge für den Wiederaufbau nach der Naturkatastrophe im April einen milliardenschweren Nothaushalt ins Parlament einbringen. Der erste Sonderetat habe wahrscheinlich einen Umfang von umgerechnet mehr als 17 Milliarden Euro, berichtet die Tageszeitung "Nikkei" ohne Angaben von Quellen.

8.42 Uhr: Der Hamburger Hafen bereitet einen Notfallplan für möglicherweise atomar verstrahlte Frachter aus Asien vor.

8.20 Uhr: Die japanische Regierung erwägt einem Medienbericht zufolge, drei beschädigte Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima 1 mit Planen abdecken zu lassen, um die radioaktive Strahlung zu vermindern. Außerdem sei vorgesehen, einen Tanker einzusetzen, um radioaktiv verseuchtes Wasser abzusaugen. Das berichtete die Zeitung „Asahi Shimbun“ unter Berufung auf Regierungskreise.

6.12 Uhr: Der Präsident des japanischen Kraftwerksbetreibers Tepco wird in ein Krankenhaus eingeliefert. Masataka Shimizu habe zuvor über Bluthochdruck und Schwindelgefühl geklagt, sagt Unternehmens-Sprecher Takehiko Yamanaka.

6.00 Uhr: Im Meer vor dem beschädigten AKW werden erhöhte Jod-Werte gemessen. Die Menge des radioaktiven Jods 131 im Wasser sei 3335-fach höher als normal, teilt die Atomsicherheitsbehörde mit.

5. 45 Uhr: Den Messungen von Greenpeace zufolge beträgt die radioaktive Strahlung in dem Ort Iitate, 40 Kilometer nordwestlich des Kraftwerks, eine Strahlenbelastung von bis zu zehn Microsievert in der Stunde. Um Tsushima seien es sogar 100 Microsievert pro Stunde.

5.20 Uhr: Nach eigenen Strahlungsmessungen im Umkreis des havarierten Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi empfiehlt die Umweltschutzorganisation Greenpeace eine Evakuierung der gesamten Region