Hamburg

Lkw brennt in Elbtunnel – 150 Menschen evakuiert

Im Elbtunnel in Hamburg ist es aus ungeklärter Ursache zu einem Lkw-Brand gekommen. 150 Autofahrer mussten aus der Röhre gerettet werden.

Im Hamburger Elbtunnel ist aus bislang ungeklärter Ursache ein Lkw in Brand geraten. Aus der betroffenen vierten Röhre seien 150 Menschen in Fahrtrichtung Norden über die Röhre drei evakuiert worden, sagte Feuerwehrsprecher Manfred Stahl.

Es habe zwei Verletzte gegeben. Noch unklar war zunächst, warum der Lkw in Fahrtrichtung Süden um 14.05 Uhr Feuer fing. Gegen 14.34 Uhr meldete die Feuerwehr den Brand als gelöscht und die vollständige Evakuierung der Röhre. „Der Einsatz ist glimpflicher ausgegangen, als zunächst gedacht“, sagte Stahl.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot aus beiden Richtungen am Hamburger Elbtunnel im Einsatz und richtete eine Verletzten-Sammelstelle ein. Eine Person sei wegen einer Rauchgasinhalation ärztlich betreut worden, eine weitere Person wegen eines Verdachts auf Herzinfarkt, sagte Stahl.

In der betroffenen Röhre herrschte eine ziemlich starke Verrauchung. Die Autofahrer verließen ihre Wagen und flüchten über die Notausgänge in den dritten Tunnel beziehungsweise aus dem vierten Tunnel.

Nach Angaben von Stahl war der Brand im Motorraum der Zugmaschine des mit Getreide beladenen 38-Tonners ausgebrochen. In der Folge wurden laut Polizeisprecher Holger Vehren alle vier Röhren des Elbtunnels gesperrt. Der Verkehr staute sich in beide Richtungen zwischenzeitlich auf jeweils acht Kilometer, sagte Vehren auf dapd-Anfrage.

Das mehr als drei Kilometer lange Nord-Süd-Nadelöhr der Autobahn 7 passieren jährlich etwa 45 Millionen Fahrzeuge.