Eine Woche nach Überfall

Politikerin im U-Bahnhof Lichtenberg geschlagen

Exakt eine Woche nachdem vier Jugendliche einen Maler im U-Bahnhof Lichtenberg ins Koma geprügelt haben, ist am selben Ort eine Politikerin geschlagen worden.

Eine Woche nach dem brutalen Überfall auf den 30-jährigen Handwerker im U-Bahnhof Lichtenberg ist eine Bezirksverordnete der Linkspartei an derselben Haltestation vermutlich von einem Rechtsextremisten geschlagen worden.

Wie die Polizei am Samstag mitteilte, verteilte die 59-Jährige gegen 18.30 Uhr Flyer am U-Bahnhof Lichtenberg, als der Mann auf sie zukam, plötzlich mit der flachen Hand ausholte und sie am Hinterkopf traf. Einem Zeugen, der der Frau zu Hilfe eilen wollte, drohte der Täter ebenfalls Gewalt an. Anschließend flüchtete er.

Zeitgleich zu dem Vorfall fand vor dem Bahnhof eine Veranstaltung gegen eine Mahnwache der rechtsextremen NPD statt. Beide Kundgebungen verliefen weitgehend friedlich. Zuvor waren vier Teilnehmer der NPD-Veranstaltung kurzfristig festgenommen worden, da sie verbotene Gegenstände mit sich führten. Außerdem wurden zwei stark betrunkene Männer festgenommen, da sie Teilnehmer der Gegendemonstration anrempelten und einen anschließenden Platzverweis der Polizei missachteten.

In einem Gerangel mit den eingesetzten Beamten wehrten sie sich außerdem und versuchten zu flüchten.

Am vergangenen Freitag war ein 30-jähriger Mann im U-Bahnhof Lichtenberg von vier Jugendlichen brutal zusammengeschlagen worden. Er erlitt dabei schwere Kopfverletzungen und schwebt weiter in Lebensgefahr. Seitdem versuchen Rechtsextremisten und Neonazis, den Überfall der Jugendlichen mit ausländischem Hintergrund zu instrumentalisieren.