+++ Live-Ticker Japan +++

Zustand verstrahlter Fukushima-Arbeiter "stabil"

Die Situation in Fukushima wird immer gefährlicher. Der Zustand zweier verstrahlter Arbeiter wird als "stabil" beschrieben. Alle News im Live-Ticker.

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Am Atomkraftwerk Fukushima sind der Atomsicherheitsbehörde zufolge drei Mitarbeiter durch radioaktive Strahlung verletzt worden.

Video: Reuters
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18.14 Uhr: Zwei verstrahlte Arbeiter aus dem havarierten Kernkraftwerk Fukushima haben anscheinend keine schweren Gesundheitsschäden davongetragen, teilt die Nachrichtenagentur Kyodo mit Berufung auf den Betreiber Tepco mit. Die Männer litten nicht an Übelkeit oder Schmerzen. Ihnen soll radioaktiv belastetes Wasser in die Schuhe gelaufen sein.

16.47 Uhr: In Singapur werden in Proben von Gemüse aus Japan Spuren von Radioaktivität entdeckt. Wie die Nahrungsmittelbehörde des Stadtstaates mitteilt, wurde Radioaktivität in vier Proben von Gemüse nachgewiesen, darunter in Petersilie und Rapspflanzen. Auch in japanischem Senf wurden Spuren gefunden. Die Nahrungsmittel wurden aus japanischen Präfekturen importiert, die in einiger Entfernung von dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 liegen. Singapur weitet wegen der Funde seinen Importstopp für japanische Waren auf Lieferungen aus den Präfekturen Chiba und Ehime aus.

15.18 Uhr: Deutsche Firmen in Japan haben die Probleme nach Beben und Tsunami überwiegend im Griff und können die Produktion wieder aufnehmen. Die Chemiekonzerne Bayer und BASF sowie der Autozulieferer Bosch produzieren bereits wieder nahezu an allen Standorten. Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler will nach mehreren Tagen Pause möglichst schnell dort wieder Teile und Lastwagen bauen.

14.48 Uhr: Die Strahlenbelastung im Meer nahe dem japanischen Krisenmeiler Fukushima 1 steigt weiter. Wie der Stromkonzern Tepco mitteilt, wurden im Meer in der Nähe der Abflussrohre der Reaktorblöcke 1 bis 4 etwa um das 150-fach erhöhte Werte von radioaktivem Jod-131 gemessen. Dies sei die höchste Belastung, die bis jetzt im Meer gemessen wurde, heißt es. Die Werte bedeuteten aber weiter keine Gefahr für die menschliche Gesundheit. Dennoch müssten sie weiter beobachtet werden, sagt ein Tepco-Sprecher nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo.

14.31 Uhr: Die japanischen Behörden korrigieren die offizielle Zahl der Todesopfer von Erdbeben und Tsunami nach oben. Demnach ist die Zahl der Toten auf 9.811 gestiegen, weitere 17.541 Menschen werden weiterhin vermisst. Die endgültige Zahl der Todesopfer dürfte noch weit höher liegen.

14.00 Uhr: Japan-Rückkehrer können sich beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf Radioaktivität untersuchen lassen. Der Behörde stünden dafür umfangreiche technische Anlagen zur Verfügung, sagt BfS-Präsident Wolfram König.

13.15 Uhr: Russland fordert strengere und international einheitliche Regeln für Atomkraftwerke (AKW). Kremlchef Dmitri Medwedew ruft in Moskau Beschränkungen für den AKW-Bau in Erdbebengebieten auf.

12.11 Uhr: Knapp zwei Wochen nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe steigt die Zahl der Toten und Vermissten auf mehr als 26.000. Bislang seien 9737 Todesopfer bestätigt worden, teilt die Polizei am Donnerstag mit. 16.423 Menschen werden noch vermisst. Verletzt wurden 2777 Menschen. Es wird befürchtet, dass die Opferzahl weiter steigt.

11.53 Uhr: Helfer können in der Gegend um das Atomkraftwerk in Fukushima bisher kaum nach Vermissten suchen. Die nukleare Gefahr behindere die Suche nach Erdbeben- und Tsunamiopfern, sagt ein Retter nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo. Mitglieder der Armee berichten, es sei schwierig, Orte innerhalb der Evakuierungszone um das AKW zu betreten. Die Armee habe bei der Evakuierung der Zone helfen müssen, statt nach Vermissten zu suchen.

11.15 Uhr: Der weltgrößte Autohersteller Toyota kündigt an, den Bau dreier Modelle mit kombiniertem Elektro- und Verbrennungsmotor von nächster Woche an wieder aufzunehmen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Toyota hat nach dem Erdbeben und der Tsunami-Wasserwalze erhebliche Probleme mit der Bauteile-Anlieferung – die Versorgungskette ist hochempfindlich. Mittlerweile sind die Schwierigkeiten im Toyota-Heimatland Japan auch im wichtigen Absatzmarkt USA zu spüren. Derweil gab Konkurrent Honda bekannt, die Autoproduktion in zwei Werken bis mindestens zum 3. April auszusetzen. In einem weiteren Werk solle die Motorrad-Herstellung aber Montag wieder anlaufen.

9.38 Uhr: Im Problemreaktor 3 in Fukushima werden einige Arbeiter abgezogen. Zuvor hatten dort drei Männer eine sehr hohe Strahlendosis abbekommen. Die Betreiberfirma Tepco habe Arbeiter im Erdgeschoss und Untergeschoss des Reaktors angewiesen, sich in Sicherheit zu bringen. Das meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

9.30 Uhr : Ein schweres Nachbeben der Stärke 6,1 erschüttert die Krisenregion in Japan. Das Zentrum liegt etwa 150 Kilometer nordöstlich der Hafenstadt Sendai, berichtet die US-Erdbebenwarte.

7.46 Uhr: Drei Arbeiter in dem havarierten Atomkraftwerk in Fukushima haben eine außerordentlich hohe Strahlendosis abbekommen. Sie seien 170 bis 180 Milisievert ausgesetzt gewesen, sagte Hidehiko Nishiyama von der japanischen Atomsicherheitsbehörde (NISA). Zwei von ihnen seien mit Verbrennungen an den Beinen ins Krankenhaus gebracht worden.

6.05 Uhr: Immer mehr Länder verbieten den Import von Gemüse und Milch aus der Gegend um das havarierte Atomkraftwerk. Nun wollen auch Singapur, Hongkong und Australien kein Gemüse, Obst und Milchprodukte aus den betroffenen Präfekturen mehr einführen. Singapur schränkt auch die Einfuhr von Meeresfrüchten und Fleisch aus Fukushima, Ibaraki, Tochigi and Gunma ein. Die kanadische Lebensmittelbehörde teilte mit, Milchprodukte, Obst und Gemüse aus diesen Gegenden werde nur noch mit „akzeptablen Dokumenten, die ihre Sicherheit nachweisen“ ins Land gelassen.

06.02 Uhr: In der japanischen Hauptstadt Tokio ist die Belastung des Leitungswassers mit radioaktivem Jod wieder unter den für Säuglinge festgelegten Grenzwert gesunken. Dies meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

04.06 Uhr: Auch in einer Nachbarregion zu Tokio ist das Trinkwasser verstrahlt. In einer Wasseraufbereitungsanlage in Kawaguchi seien erhöhte Werte festgestellt worden, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Demnach überschreitet die Strahlung mit 120 Becquerel an radioaktivem Jod leicht die für Säuglinge erlassenen Grenzwerte.

03.53 Uhr: Der ehemalige Reaktorsicherheitschef des US-Konzerns General Electric warnt vor neuen Risiken im Atomkraftwerk Fukushima. Nach der Kühlung der Anlagen mit Meerwasser hätten sich in den Reaktoren große Mengen Salz angesammelt, das die Brennstäbe verkrusten und damit die Wasserkühlung blockieren könne, sagte Richard Lahey der Zeitung „New York Times“. General Electric hat das grundlegende Design der Siedewasserreaktoren in Fukushima entwickelt.

02.36 Uhr: Nach der Warnung vor radioaktivem Jod im Leitungswasser der japanischen Hauptstadt Tokio gibt es in den Geschäften kaum noch abgefülltes Wasser in Flaschen. Viele Bewohner der Hauptstadt versuchen, in Online-Shops Wasser zu bestellen. Das verfügbare Angebot reiche aber nicht für alle aus, berichtet der Fernsehsender NHK.

01.49 Uhr: Einem Medienbericht zufolfge werden die Arbeiten am Reaktorblock 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 wieder aufgenommen. Nachdem schwarzer Rauch aufgestiegen war, hatten die Rettungskräfte ihre Arbeit einen Tag lang unterbrechen müssen.

01.37 Uhr: Ein Erdbeben der Stärke 4,9 erschüttert den Osten Japans. Es lägen zunächst keine Berichte über Schäden vor, berichtet der Fernsehsender NHK. Auch warnten die Behörden demnach nicht vor einer nachfolgenden Flutwelle. Seit dem Beben der Stärke 9,0 und dem nachfolgenden Tsunami vor mehr als einer Woche wird das Gebiet immer wieder von Nachbeben erfasst.

00.01 Uhr: Die Arbeiten zur Eindämmung des Nuklearunglücks in Japan sind noch immer unterbrochen. Aufnahmen des Fernsehsenders NHK zeigen, wie weißer Dampf über den Reaktorblöcken 1, 2 und 4 aufstieg. Es sei das erste Mal, dass dies auch bei Block 1 beobachtet werde, berichtete der Sender.

22.41 Uhr: Die Stadtverwaltung von Tokio wird abgefülltes Wasser für Familien mit Babys bereitstellen. Die lokalen Behörden seien aufgefordert, rund 80.000 Haushalte mit 3,5 Liter-Flaschen zu versorgen, berichtet der staatliche Fernsehsender NHK.

20.27 Uhr: Einer der Nothelfer, die im havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 gegen den GAU kämpfen, hat eine gefährlich hohe Strahlendosis abbekommen. Dies könnte das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen, teilt die Internationale Atomenergiebehörde mit.

18.23 Uhr: Die Lage in Fukushima besorgt die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA). „Die Gesamtsituation gibt uns weiter Anlass zu erheblicher Sorge“, sagte IAEA-Experte Graham Andrew. Im stark zerstörten Reaktor 3 ist es nach IAEA-Informationen nicht möglich, die Instrumente mit Strom zu versorgen. Dort steigt schwarzer Rauch auf. Im Reaktor 1 steigt nach Informationen der UN-Behörde der Druck.