Jahrelanger Betrug

Verkleideter Sohn kassiert Rente der toten Mutter

Ein 49-jähriger Amerikaner hat sich sechs Jahre lang als seine verstorbene Mutter ausgegeben und auf diesem Weg mindestens 117.000 Dollar Sozialleistungen kassiert. Dazu kamen Mietkostenzuschüsse in Höhe von 65.000 Dollar. Verkleidet und geschminkt erledigte Parkin sogar Behördengänge.

Ein Mann aus New York hat sich jahrelang unbemerkt als seine eigene Mutter ausgegeben, um deren Rente zu kassieren. Mit Strickjacke, Perücke und Lippenstift habe der 49-jährige Thomas Parkin bei Besuchen auf dem Sozialamt vorgegeben, seine bereits vor Jahren verstorbene Mutter zu sein, teilte die New Yorker Justiz mit. Über die Jahre habe Parkin mit Hilfe eines Komplizen mehr als 110.000 Dollar an Rentenzahlungen und Mietbeihilfen erschwindelt. Die beiden sollen wegen Betrugs in 47 Fällen angeklagt werden, bei einer Verurteilung drohen ihnen 25 Jahre Haft.

Staatsanwalt Charles J. Haynes sprach von einer „jahrelangen Betrugsserie, die in ihrem Ausmaß und ihrer Dreistigkeit ohne Beispiel“ sei. Bei Behördenbesuchen habe sich Parkin als seine 77-jährige Mutter ausgegeben, was offenbar zunächst nicht weiter auffiel. So sei ihm etwa ein neuer Führerschein im Namen seiner Mutter ausgestellt worden. Aufgeflogen ist der Schwindel erst, nachdem Ermittler wegen einiger ungeklärter Fragen ein Treffen mit der alten Dame anberaumten, zu dem der Sohn dann in verdächtiger Verkleidung erschien.

Parkin hat den Betrug nach Informationen des Senders CNN zugegeben, dabei aber um Nachsicht gebeten – mit eigenwilliger Begründung: „Ich habe meine Mutter gehalten, als sie ihren letzten Atemzug tat, also bin ich meine Mutter“, zitierte CNN aus Vernehmungsprotokollen der Justiz.