Familiendrama

Vater mit Samuraischwert getötet – Vier Jahre Haft

In Nordrhein-Westfalen hat ein junger Mann seinen Vater mit einem Samuraischwert erstochen. Da er aus Notwehr handelte, fiel das Gerichtsurteil vergleichsweise milde aus.

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Ein junger Mann aus dem Münsterland, der seinen Vater mit einem Samuraischwert getötet hat, kommt mit vier Jahren Gefängnis davon. Ein Schwurgericht in Münster zeigte sich ebenso wie der Staatsanwalt überzeugt, dass der 24-Jährige seine Mutter hatte schützen wollen.

Die Kammer verurteilte den Mann aus Senden daher wegen Totschlags in einem minderschweren Fall. Dem Urteil zufolge lag bei der Tat im vergangenen November 2010 eine notwehrähnliche Situation vor. Der jähzornige und als gewalttätig bekannte Vater habe bei einem Streit seine Ehefrau mit einem Messer bedroht. Der junge Mann holte daraufhin aus seinem Zimmer das Samurai-Schwert und stach damit auf seinen Vater ein.

Sieben Stiche durchbohrten den 49-Jährigen. Das Gericht geht davon aus, dass der Mann Angst um seine Mutter hatte und sie schützen wollte. Strafmildernd werteten die Richter auch das Geständnis des Angeklagten. Der Haftbefehl gegen den 24-Jährigen wurde aufgehoben, er kam unter Auflagen auf freien Fuß.