Elysée-Montmartre

Pariser "Wiege des Cancan" bei Brand zerstört

Bei einem Feuer wurde die jahrhundertealte Pariser Konzerthalle Elysée-Montmartre schwer beschädigt. Auslöser war vermutlich ein Kurzschluss.

Ein Brand hat die mehr als 200 Jahre alte Pariser Konzerthalle Elysée-Montmartre schwer beschädigt. Auch wenn die Fassade des Gebäudes noch stehe, seien die Schäden im Inneren bedeutend, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Ein Kurzschluss löste wahrscheinlich das Feuer aus, das erst nach dreieinhalb Stunden unter Kontrolle war.

Der Hauptsaal sei zerstört, berichtete der Feuerwehrsprecher. Dort habe es zwar nicht gebrannt, aber die erste Etage sei teilweise heruntergebrochen. Eine Putzfrau habe das Licht angemacht und Funken gesehen, sagte ein Polizist. Die Flammen breiteten sich schnell in dem Gebäude aus, das unterhalb der Kirche Sacré Coeur im Stadtviertel Montmartre liegt. Die Feuerwehr war mit 18 Wagen und 80 Feuerwehrleuten im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Allerdings wurden einige Häuser im Umkreis sowie die Metro zwischen den Haltestellen Pigalle und Anvers vorsorglich geräumt.

„Wir hoffen, dass das Elysée-Montmartre schnell wieder aus der Asche aufersteht“, sagte der Bürgermeister des 18. Stadtbezirks, Daniel Vaillant. Der Vize-Bürgermeister von Paris, Christophe Girard, verwies auf den historischen Charakter des „Elysée“, wie Fans die Konzerthalle nennen.

Das Gebäude mit einer Eisenkonstruktion von Gustave Eiffel stammt aus dem Jahr 1807 und gilt als Wiege des französischen Cancan-Tanzes. Der Maler Henri de Toulouse-Lautrec verewigte das Haus in mehreren Bildern. Zuletzt fanden dort Konzerte von Rap bis Heavy Metal sowie Bälle und Boxkämpfe statt.