Drogenfund

102 Kilogramm Haschisch in Stoßstange versteckt

Die Münchener Polizei hat den größten Haschischfund seit Jahren gemacht. Mit 102 Kilogramm der Droge in der Stoßstange war ein 47-Jähriger unterwegs nach Italien.

Bayerische Zivilfahnder haben bei einer Pkw-Kontrolle in der Nähe von München 102 Kilogramm Haschisch beschlagnahmt. Es handelt sich um die größte sichergestellte Menge der vergangenen vier Jahre, wie das Landeskriminalamt mitteilte. Den Marktwert der Drogen bezifferte ein Sprecher des Rauschgiftdezernats auf rund 350.000 Euro.

Die Beamten hatten einen 47 Jahre alten Autofahrer aus Karlsruhe auf dem Autobahnrastplatz Brunnthal-Süd kontrolliert. Da er etwas Haschisch in der Hand hielt, wurde sein Wagen anschließend durchsucht. Dabei montierten die Beamten auch die hintere Stoßstange ab. Hinter ihr entdeckten sie in drei Hohlräumen das in mehrere Pakete verpackte Rauschgift.


Der Drogenkurier gab an, dass er das Rauschgift in den Niederlanden abgeholt hatte und nach Bari in Italien bringen sollte. Er beteuerte, es sei erst seine zweite Kurierfahrt gewesen. Pro Fahrt habe er 2000 Euro erhalten. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen. Ihn erwarten bis zu 15 Jahre Haft.

Es handelt sich um den größten Haschischfund in Bayern seit März 2007. Damals hatten Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Amberg 224 Kilogramm sichergestellt.

Insgesamt gingen den bayerischen Schleierfahndern in den letzten zehn Jahren rund 400 Drogenkuriere mit Zielen in Ungarn, Österreich und Oberitalien ins Netz. In der Regel stammen die Drogen aus den Niederlanden.