Organisiserte Kriminalität

Rekord – elf Millionen falsche Euro beschlagnahmt

Den bislang größten Fund von Euro-Blüten hat die Polizei in Kolumbien zu verbuchen. Dort hatten sich Geldfälscher vor allem auf große Scheine spezialisiert, die von "guter Qualität" waren. Die Fahnder stellten insgesamt eine Summe von elf falsche Millionen Euro sicher, die nach Europa gebracht werden sollten.

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Die kolumbianischen Polizisten, die von spanischen Ermittlern und Europol unterstützt wurden, stürmten den Angaben zufolge eine illegale Druckerei in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota, während dort gerade falsche 200- und 500-Euro-Scheine hergestellt wurden.

Ein Geldfälscher wurde bei der Razzia festgenommen, wie Europol weiter mitteilte. Außerdem seien Maschinen und weitere Arbeitsmaterialen sowie kleinere Mengen Dollar-Blüten und gefälschter kolumbianischer Pesos-Scheine beschlagnahmt worden.

Nach Angaben eines Spezialisten sind die beschlagnahmten Euro-Blüten von „guter“ Qualität. Sie waren demnach für den Einsatz in Europa bestimmt. Kolumbien und Europol hatten 2004 eine Zusammenarbeit im Kampf gegen das organisierte Verbrechen vereinbart.