Undichtes AKW

Radioaktives Wasser in den Ontario-See geflossen

Weiterer Störfall in einem Kernkraftwerk – dieses Mal in Kanada. Radioaktiv verseuchtes Wasser gelangte wegen eines Dichtungsproblems in den Ontario See.

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Aus einem kanadischen Atomkraftwerk sind tausende Liter leicht radioaktiv verseuchten Wassers in den Ontario-See gelangt. Der Vorfall habe aber nur „vernachlässigenswerte Auswirkungen auf die Umwelt und keine Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen“, hieß es in einer Erklärung des Kraftwerksbetreibers Ontario Power. Die Qualität des Trinkwassers in der Region sei durch den Vorfall nicht betroffen. Auch die kanadische Atomsicherheitsbehörde teilte mit, das Risiko für Umwelt und Menschen sei „vernachlässigenswert“.

Nach Angaben von Ontario Power gelangten 73.000 Liter Wasser aus dem AKW Pickering wegen eines Dichtungsproblems an einer Pumpe in den See, der an der Grenze zwischen Kanada und den USA liegt. Das Wasser enthielt den Angaben zufolge Spuren von Tritium, einem radioaktiven Material. Das Atomkraftwerk Pickering, eines der fünf AKW in Kanada, liegt 35 Kilometer östlich von Toronto, der größten Stadt des Landes mit 2,6 Millionen Einwohnern. Ontario Power ist ein Unternehmen der Provinz Ontario.