Feuerwehr-Grosseinsatz

25 Verletzte nach Brand in Lübecker Kaufhaus

Wegen eines Feuers ist ein Einkaufszentrum in der Lübecker Innenstadt evakuiert worden. Insgesamt 25 Menschen mussten vor Ort ärztlich betreut werden.

Ein Dachstuhlbrand in einem Kaufhaus in der Lübecker Altstadt hat zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei geführt. Insgesamt wurden 25 Menschen verletzt, neun von ihnen wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung beziehungsweise wegen Kreislaufproblemen in Krankenhäuser gebracht. Zunächst hatte die Feuerwehr von zwölf Verletzten gesprochen. Nach ersten Erkenntnissen war bei Reparaturarbeiten an einem Kühlturm der Klimaanlage Isoliermaterial in Brand geraten.

Eine dunkle Qualmwolke und beißender Brandgeruch lagen am Vormittag über der Lübecker Altstadt. Als der Alarm losging befanden sich rund 200 Mitarbeiter und etwa 400 Kunden in den beiden Gebäuden des Kaufhauses. Sie wurden zügig in Sicherheit gebracht. Zwei Notarztteams standen bereit, um Verletzte zu betreuen.

Altstadt wurde für Verkehr gesperrt

Auch zwei Notärzte, die privat in der Innenstadt unterwegs waren, packten spontan mit an, berichtete ein Feuerwehrsprecher. Für die Mitarbeiter des Kaushauses stellte Lübecks Innensenator Bernd Möller (Grüne) spontan einen Saal des benachbarten Rathauses als Aufenthaltsraum zur Verfügung.

Die Feuerwehr, die mit rund 80 Leuten im Einsatz war, bekam das Feuer zwar schnell unter Kontrolle. Wegen versteckter Glutnester musste jedoch ein Teil der Dachabdeckung aufgenommen werden. Um 14.04 Uhr wurde schließlich „Feuer aus“ gemeldet. Um Platz für die Feuerwehrfahrzeuge zu schaffen, sperrte die Polizei die Altstadtinsel vorübergehend für den Autoverkehr.

Zu Verkehrsbehinderungen kam es nach Auskunft eines Polizeisprechers nicht, allerdings gerieten die Busfahrpläne durch die Sperrung gehörig durcheinander. Die Höhe des Sachschadens durch Feuer und Löschwasser steht noch nicht fest.