Prozessbeginn

Experten brennen Haus von US-Bombenbastler nieder

Ein 54-Jähriger aus Kalifornien hat Banken überfallen und zuhause Bomben gebastelt. Die Polizei brannte sein Haus nieder, weil eine Räumung zu gefährlich war.

Ein 54-jähriger Mann, in dessen Haus in Kalifornien etliches Material zum Bau von Bomben gefunden wurde, hat beim Prozessauftakt seine Schuld eingeräumt. Vor einem Gericht in San Diego gab der in den USA eingebürgerte Serbe die Herstellung zahlreicher Sprengsätze zu.

Er bekannte sich auch schuldig, zwei Banken überfallen zu haben, berichtete die „Los Angeles Times“. Ihm drohen mindestens 30 Jahre Haft. Das Strafmaß wird im Juni verkündet.

Zu dem Motiv des Mannes machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. Seine getrennt lebende Ehefrau beschrieb den Mann als psychisch labil. In dem Wohnhaus befanden sich größere Mengen an gefährlichen Säuren und anderen Chemikalien, die sich zur Herstellung von Sprengsätzen, Sprengkapseln und anderen Giftstoffen eigneten.

Die Behörden waren der privaten Bombenfabrik in Escondido bei San Diego im vergangenen November durch Zufall auf die Spur gekommen. Der Hausbesitzer hatte mit Chemikalien im Garten experimentiert, wobei explosives Pulver auf einem Kiesweg zurückblieb. Ein Gärtner wurde wenige Tage später bei einer Explosion leicht verletzt.

Anfang Dezember wurde das Haus von Sprengstoffexperten in Brand gesteckt. Eine Räumung hielten die Behörden für zu gefährlich.