Geständnis

Sohn gesteht Mord an Vater mit Samurai-Schwert

Es war eine grausame Tat: Ein Sohn hat seinen Vater nach einem Streit mit einem Samurai-Schwert erstochen. Er wollte seine Mutter beschützen.

Vier Monate nach einem grausamen Familiendrama muss sich ein 24-jähriger Mann vor dem Schwurgericht Münster verantworten. Der Angeklagte hat gestanden, seinen Vater im vergangenen November mit einem Samurai-Schwert erstochen zu haben.

Anlass sei ein heftiger Streit zwischen seinen alkoholisierten Eltern gewesen, bei dem der Vater Morddrohungen ausgestoßen habe. „Ich wollte meine Mutter beschützen“, sagte der 24-Jährige den Richtern. Worte der Reue fand der Angeklagte zum Prozessauftakt nicht. Im Gegenteil: Der 24-Jährige bezeichnete seinen Vater als Psychopathen, der ständig betrunken gewesen sei.

Er habe Befehle erteilt und sei immer wieder ausgerastet. „Ich habe ihn nie als richtigen Vater angesehen, da hat sich Hass aufgestaut.“ Am Tatabend sei es besonders schlimm gewesen. Der 49-Jährige habe seiner Mutter gedroht, sie zu Tode zu prügeln.

Da sei er mit dem Schwert auf ihn zugestürzt. Nach Erkenntnissen der Rechtsmediziner hat der Angeklagte mindestens sieben Mal auf seinen Vater eingestochen, fünf Stiche waren tödlich.

Das Schwert wurde dabei mit solcher Wucht geführt, dass sogar Teile der Bodenfliesen abgesplittert sind. „Ich hatte keine Kontrolle mehr über mein Handeln“, sagte der 24-Jährige. „Ich habe nicht mehr nachgedacht.“