Drogenkrieg

Mexikos "tapferste Polizistin" nach Flucht gefeuert

Polizeichefin Marisol Valles García ist wegen ihrer Flucht in die USA entlassen worden. Drogenbanden bedrohten die 20-Jährige mit dem Tod.

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Eine 20-jährige Studentin, die seit Oktober Polizeichefin in einer der gefährlichsten Städte Mexikos war, ist schon wieder entlassen worden.

Video: Reuters
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Die „tapferste Polizistin Mexikos", die 20 Jahre alte Marisol Valles García, ist als Polizeichefin des nordmexikanischen Grenzortes Praxedis G. Guerrero entlassen worden. Wie Bürgermeister José Luis Guerrero mitteilte, war die junge Frau nicht zum Dienst erschienen. Er habe sie deshalb entlassen.

Bereits zuvor war vermutet worden, dass Valles vor den Drogenbanden in der Stadt über die nahe Grenze in die USA floh. Die 20-Jährige hatte den Angaben zufolge freie Tage beantragt, um außerhalb der Stadt persönliche Angelegenheiten zu regeln.

Valles García war seit Ende Februar 2011 nicht mehr zur Arbeit erschienen. Familienangehörige sagten nach Angaben der Zeitung „El Diario de Juárez“, die 20-Jährige werde mit dem Tode bedroht.

Zeitungsberichten zufolge ist Valles mit ihrer Familie in den USA geflohen, um dort Asyl zu beantragen. Dagegen hatte Bürgermeister Guerrero zunächst gesagt, die junge Mutter sei über die Grenze gegangen, um ihren Sohn dort medizinisch behandeln zu lassen.

Erst im Oktober 2010 war die junge Kriminalistikstudentin Polizeichefin der Stadt an der Grenze zu den USA geworden. Damals war sie nach Angaben der Behörden die einzige, die bereit war, den vakanten Posten in der Ortschaft übernehmen. In der Region waren zuvor mehrere Polizisten getötet worden.