Schlechtes Vorbild

Republikaner kritisiert Portmans Schwangerschaft

Ex-Pastor und Republikaner Mike Huckabee ist wegen Natalie Portmans außerehelicher Schwangerschaft empört. Die Oscar-Gewinnerin sei ein schlechtes Vorbild.

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Der republikanische Politiker Mike Huckabee (55) hat in einem Interview mit der Webseite "Us Magazine" die Schauspielerin Natalie Portman (29) angegriffen. Der Ex-Pastor sagte, Portman gebe durch ihre außereheliche Schwangerschaft ein schlechtes Beispiel: „Ich finde es schade, dass wir die Vorstellung von außerehelichen Kindern zu sehr glorifizieren und verherrlichen.“

„Die meisten Singlemütter sind sehr arm, haben keine Ausbildung und keine Arbeit, und ihre Kinder würden ohne staatliche Unterstützung wahrscheinlich verhungern und keine Krankenversicherung haben“, sagte Huckabee.

Der Republikaner behauptete wegen heftiger Kritik an seinen Äußerungen bald auf seinem Blog, er habe weder die Oscar-Gewinnerin persönlich angreifen noch die hart arbeitenden Single-Mütter in den USA kritisieren wollen.

Portman sei eine „ausgezeichnete Schauspielerin, die ihren Oscar redlich verdient“ habe, und er sei froh, dass sie den Vater ihres Kindes – den Tänzer und Choreographen Benjamin Millepied – heiraten wolle, schrieb Huckabee.

Der Republikaner war von 1996 bis 2007 Gouverneur des US-Staats Arkansas. Er ist dafür bekannt, gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und Abtreibungen zu kämpfen. Auch glaubt er an eine wörtliche Auslegung der Bibel und will diese gleichberechtigt zur Evolutionstheorie an US-Schulen unterrichten lassen. Huckabee kämpfte 2008 um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner, unterlag aber John McCain.