Russland

Kinderhort schützt sich mit Fingerabdruck-Scanner

Ein Kindergarten im russischen Mjass hat eine Sicherheitstür mit Fingerabdruckscan eingebaut. Die Schutzvorrichtung soll Übergriffe verhindern.

Zum Schutz vor Übergriffen hat sich ein Kindergarten in Russland mit einer Sicherheitstür gewappnet, die nur per Fingerabdruck oder mit einer speziellen Chipkarte geöffnet werden kann. Um die Einrichtung in der Stadt Mjass im Ural betreten zu können, müssen Eltern und Angestellte an der elektrischen Metalltür zunächst ihre Finger auf ein Erkennungsgerät legen, wie die Mitarbeiterin Elena Sorokina sagte. Die meisten Eltern seien mit der Speicherung ihrer Daten einverstanden gewesen. Die anderen hätten eine Chipkarte bekommen, um den Kindergarten betreten zu können.

„Dieses System verbessert die Sicherheit der Kinder ungemein“, sagte Sorokina. Niemand außer den Eltern und den Angestellten könne in die Einrichtung gelangen. Die Kinder dürften sie nur in Begleitung eines Erwachsenen verlassen. Ein ähnliches System wie das in Mjass wurde kürzlich auch in russischen Oberschulen getestet.

In Russland sitzt der Schmerz über die tragische Geiselnahme von Beslan im September 2004 nach wie vor tief. Damals waren pro-tschetschenische Rebellen in ein Schulgebäude in der nordossetischen Stadt eingedrungen und hatten mehr als tausend Schüler und Eltern als Geiseln genommen. Bei der Erstürmung der Sporthalle durch russische Sicherheitskräfte kamen drei Tage später mehr als 330 Menschen ums Leben.

( AFP/sv )

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