Qualvoller Kindstod

Angeklagter schlug Daniel (2) wegen Joghurt-Flecken

Foto: dpa / dpa/DPA

Der Angeklagte Alex G. hat im Prozess um den Tod von Daniel (2) erstmals zugegeben, das Kind geschlagen zu haben. Er verwickelte sich in Widersprüche.

Im Prozess um den qualvollen Tod des kleinen Daniel hat der Angeklagte Alex G. erstmals zugegeben, den Zweijährigen geschlagen zu haben. Er habe ihn wohl geschlagen, weil er mit Joghurt gekleckert habe, sagte der 23-Jährige.

Was die Art der Schläge anging, verstrickte Alex G. sich vor dem Wuppertaler Landgericht aber in Widersprüche. Zunächst sagte er, er habe ihn in die Seite geschlagen, wo der Junge auch schon andere blaue Flecke gehabt habe. Später behauptete er, er habe ihn nur auf die Finger gehauen.

Der frühere Lebensgefährte von Daniels Mutter hatte beim Prozessauftakt jede Schuld von sich gewiesen: „Ich habe Daniel nicht verletzt, nicht geschlagen“, beteuerte Alex G. damals. „Der liebe Gott weiß das.“

Daniels Schwester erzählt von "schlimmen Wunden"

Daniels älteste Schwester (14) sagte, sie habe bereits eine Woche vor Daniels Tod schlimme Wunden an ihrem kleinen Bruder bemerkt. Er habe auch aus dem Po geblutet.

Sie habe die Großeltern alarmiert, aber letztlich seien sie und ihre Geschwister beschuldigt worden, den Kleinen misshandelt zu haben.

Alex G. muss sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Die Anklage wirft ihm vor, Daniel so lange misshandelt zu haben, bis der Junge am 12. Mai 2010 starb.

Olga G., Daniels Mutter und ehemalige Lebensgefährtin des Angeklagten, steht ebenfalls vor Gericht, weil sie das brutale Treiben toleriert haben soll. Wie der rechtsmedizinische Gutachter erläuterte, blieb so gut wie keine Stelle von Daniels Körper unversehrt. Die Brustwarzen seien fast abgerissen gewesen. An den Genitalien hätten sich massive Einblutungen gefunden. Daniel wurde außerdem mit kochendem Wasser verbrüht.

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