Null-Promille-Grenze

Verkehrswacht fordert absolutes Alkoholverbot

Foto: dpa / dpa/DPA

Die Verkehrswacht schlägt ein absolutes Alkoholverbot für alle Autofahrer vor und fordert Strafen ab 500 Euro sowie einem Monat Führerscheinentzug.

Ein absolutes Alkoholverbot für Autofahrer hat der Vorstand der Deutschen Verkehrswacht vorgeschlagen. Zurzeit gilt die Null-Promille-Grenze nur für Fahranfänger unter 21 Jahren, ansonsten beginnen die Bußgelder und Strafen ab 0,3 Promille Blutalkoholkonzentration.

Eine Arbeitsgruppe der Verkehrswacht fordert jetzt, das absolute Alkoholverbot auf alle Fahrer auszudehnen und einen Verstoß mit mindestens einem Monat Fahrverbot und 500 Euro Strafe zu ahnden, teilte die Verkehrswacht in Berlin mit.

Die Verkehrswacht schließt sich damit unter anderem dem Auto Club Europa (ACE) an, der bereits in der vergangenen Woche eine neue Diskussion zu diesem Thema angeregt hatte. Eine absolute Null-Promille-Grenze kann es allerdings auch nach den Erkenntnissen der Verkehrswacht-Arbeitsgruppe nicht geben, da sich auch ohne Genuss alkoholischer Getränke im menschlichen Blut bis zu 0,1 Promille Alkohol befinden können. Das neue Gesetz soll daher „das Führen von Kraftfahrzeugen unter der Wirkung alkoholischer Getränke“ verbieten.

Die Arbeitsgruppe der Verkehrswacht schlug vor, in der Begründung des Gesetzes klarzustellen, dass mit der Gesetzesformulierung „unter der Wirkung alkoholischer Getränke“ eine Blutalkoholkonzentration oberhalb von 0,19 Promille verstanden wird. Ein tatsächlich negativer Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit sei ohnehin erst ab einem Pegel von 0,2 Promille wissenschaftlich nachgewiesen.

Zurzeit gehen Alkoholfahrer über 21 Jahre bei einem Pegel unter 0,5 Promille straffrei aus, es sei denn, sie zeigen Anzeichen von Fahrunsicherheit oder bauen einen Unfall. Oberhalb dieser Grenze drohen Geld- oder Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren Gefängnis und der vollständige Entzug der Fahrerlaubnis.

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