Rheinfelden

Paketbombe vermutlich Tat eines Stalkers

Der Täter, der den Anschlag mit einer Paketbombe auf eine Frau in Rheinfelden verursacht hat, ist vermutlich ein Stalker. Die Frau hatte sich bereits bedroht gefühlt.

Foto: dpa

Der Paketbombenanschlag auf eine 49 Jahre alte Frau im südbadischen Rheinfelden geht möglicherweise auf das Konto eines Stalkers. Die Frau habe sich in den vergangenen Monaten mehrfach an die Polizei gewandt, weil sie sich belästigt fühlte, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lörrach auf Anfrage.

Zudem habe sie kurz nach der Bombenexplosion gegenüber Ersthelfern gesagt, sie werde von einem Stalker verfolgt. Diesen Hinweisen werde nun nachgegangen.

Stalker verfolgen ihre Opfer und belästigen sie. Seit 2007 steht in Deutschland Stalking als „unbefugtes Nachstellen“ unter Strafe.

Die Frau hatte am späten Dienstagnachmittag ein Paket bei der Post abgeholt. Es explodierte im Auto, die Frau wurde schwer verletzt. Der Frau gehe es zwei Tage nach dem Anschlag besser, sie konnte vernommen werden, wie die Polizei Lörrach mitteilte. Einen konkreten Verdächtigen gebe es noch nicht, allerdings ziehe sich der Kreis immer enger zusammen. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Freunde und Bekannte der Frau.

Es gebe Hinweise, dass die Frau Beziehungsprobleme hatte. Vom Täter gibt bislang noch keine Spur. Auch das Motiv ist nach wie vor unklar. Ermittelt wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes. Die Frau steht weiterhin unter Polizeischutz, da sie als gefährdet gilt.