Indischer Ozean

Yacht mit vier US-Bürgern in Gewalt von Piraten

Vor der Küste von Oman haben Piraten eine Yacht mit vier US-Bürgern gekapert. Mehr noch als bei Frachtschiffen ist die Besatzung in besonders großer Gefahr.

Foto: svquest.com

Somalische Piraten haben im Indischen Ozean eine Segelyacht mit vier US-Bürgern in ihre Gewalt gebracht. Wie Ecoterra International, eine Organisation zur Überwachung der Piraterie, mitteilte, wurde die Yacht „S/V Quest“ rund 450 Kilometer vor der Küste Omans entführt.

Die Yacht gehört demnach Jean und Scott Adam, einem US-Rentnerpaar, die seit sieben Jahren um die Welt segeln. Gemäß einem Eintrag von Dezember auf ihrer Webseite wollten sie nach dem indischen Hafen Cochin als nächstes den Hafen Salalah in Oman ansteuern.

Nach Angaben von Ecoterra befinden sich derzeit 40 Schiffe mit 800 Seeleuten in der Gewalt somalischer Piraten. Die überwiegende Zahl der gekaperten Schiffe sind kommerzielle Frachter, doch wurden in der Vergangenheit auch wiederholt private Yachten entführt.

Im Gegensatz zu den Frachtschiffen ist bei den Yachten nicht das Schiff selbst von Wert für die Entführer, sondern allein die Besatzung. Um die Befreiung der Geiseln zu verhindern, brachten die Piraten die Segler wiederholt an Land.