Westerwald-Prozess

Angeklagter soll weiteres Kind missbraucht haben

Dem Angeklagten im Westerwald-Prozess droht ein weiteres Verfahren. Er soll eine Tochter missbraucht haben, die er mit seiner Stieftochter zeugte.

Dem wegen vielfachen Missbrauchs seiner Kinder angeklagten Familienvater aus dem Westerwald droht ein weiterer Prozess. Wie am ersten Tag des Gerichtsverfahrens vor dem Landgericht Koblenz bekannt wurde, steht der 48-Jährige im Verdacht, auch eines der sieben Kinder, die er mit seiner Stieftochter gezeugt hat, missbraucht zu haben.

Nach Angaben des Gerichts ermittelt die Staatsanwaltschaft. Ein ärztliches Gutachten über die Tochter komme 2010 zu dem Schluss, dass ein Missbrauch möglich sei.

Auch die 28-jährige Stieftochter des Angeklagten hatte in ihrer Aussage diesen Verdacht geäußert. Ihre Tochter ist heute sieben Jahre alt.

Der 48-Jährige soll laut Anklage im aktuellen Prozess seine Tochter, die Stieftochter und den Stiefsohn jahrelang sexuell missbraucht haben. Er gestand, mit seiner Stieftochter sieben Kinder zu haben. Die beiden Mädchen verkaufte er der Anklage zufolge außerdem für Sex an fremde Männer. Insgesamt geht es um 350 Taten zwischen Herbst 1987 und Sommer 2010.