Hamburg

Kopfschuss auf Taxifahrer – doch Raub als Motiv?

Bei der Bluttat an einem Taxifahrer in Hamburg könnte es sich doch um einen Raubmord handeln. Die Brieftasche des 58-Jährigen mit Papieren und einer unbekannten Menge Bargeld sei verschwunden, sagte eine Polizeisprecherin. Zuvor hieß es, der Mann sei nicht beraubt worden.

Der Taxifahrer in Hamburg, der mit einem Kopfschuss von hinten getötet wurde, ist möglicherweise Opfer eines Raubmords geworden.

Die Brieftasche des 58-Jährigen mit Papieren und einer unbekannten Menge Bargeld sei verschwunden, sagte eine Polizeisprecherin.

„Eine Raubtat ist damit nicht ausgeschlossen.“ Zunächst hatten die Ermittler erklärt, es deute nichts auf einen Raub hin, weil das dienstliche Portemonnaie des Fahrers im Taxi lag.

Es seien mehr als 30 Hinweise eingegangen, sagte die Sprecherin. Eine konkrete Spur gebe es noch nicht. Inzwischen konnten die letzten Fahrten des 58-Jährigen verfolgt werden. Von den Touren, die unter anderem zum S-Bahnhof Blankenese führten, erhoffen sich die Ermittler weitere Hinweise aus der Bevölkerung und von anderen Taxi-Fahrern.

Der aus dem schleswig-holsteinischen Wedel stammende Peter L. hatte demnach zuletzt Fahrgäste vom S-Bahnhof chauffiert. Diese Fahrt habe nicht einmal zehn Minuten gedauert, sagte eine Sprecherin der Hamburger Polizei.

Am Freitagmorgen waren Kinder auf dem Weg zur Schule auf das Taxi mit laufendem Motor und eingeschalteter Warnblinkanlage aufmerksam geworden.

Ersten Ermittlungen zufolge wurde der tödliche Schuss auf das Opfer offenbar von hinten im Wageninneren abgegeben, nach Austritt aus dem Körper durchschlug die Patrone die Windschutzscheibe. Am Tatort fanden die Ermittler zudem mehrere Patronenhülsen.

Nach Polizeiangaben gibt es noch keine Hinweise auf die Täter, es sei auch noch kein Tatverdächtiger vernommen worden, sagte die Polizeisprecherin.

Die Ermittler hoffen aber auf Augenzeugen. „Im Bereich des S-Bahnhofes Blankenese dürfte auch um Mitternacht einiges los gewesen sein“, sagte die Sprecherin. Zudem gebe es viele Geschäfte und Restaurants im Umfeld, die möglicherweise ihr Umfeld mit Videokameras überwachten. Von diesen privaten Aufzeichnungen könnte es Aufschlüsse über die letzten Fahrgäste des Taxifahrers geben, sagte die Sprecherin.

Außerdem wurden in der Taxe selbst sowie an der Kleidung des Opfers Spuren gefunden, die eine Identifizierung des Täters erleichtern könnten. Auch die Patronenhülsen würden noch auf DNA-Spuren untersucht, sagte die Polizeisprecherin.