Chile

Bombendrohung aus Liebeskummer – Flugzeug geräumt

Weil eine Chilenin ihren Mann nicht ziehen lassen wollte, behauptete sie, an Bord seines Flugzeugs befinde sich eine Bombe.

Es gibt Menschen, die tun aus Liebe fast alles. Zu ihnen gehört die Chilenin Grace G. Doch was die Frau getan hat, führte zur Räumung eines mit mehr als 300 Passagieren besetzten Flugzeugs kurz vor dem Start. Grace wollte ihren Mann Rodrigo, der in der Maschine von Santiago nach Madrid saß, um dann monatelang als Kellner auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten, partout nicht gehen lassen.

Zunächst rief die Mutter von drei Kindern die Flughafenbehörden an und forderte sie auf, ihrem Mann zu sagen, dass sein Vater schwer erkrankt sei. Als das nicht funktionierte, rief sie noch einmal an und behauptete, es sei eine Bombe in dem Flugzeug.

Die Maschine, die schon auf der Rollbahn unterwegs war, wurde sofort geräumt. Ermittlungen ergaben, dass beide Anrufe von einem Handy kamen, das Rodrigo zu Hause gelassen hatte. Seine Frau wurde festgenommen und gestand.

Auf Grace wartet eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Monaten. Die Staatsanwaltschaft zeigte jedoch Milde und leitete keine Strafverfolgung nach dem härteren Anti-Terror-Gesetz ein.

Doch die Verzweiflungstat der Liebenden hatte Erfolg: Ihr Ehemann bleibt nun erst einmal bei ihr. "Ich kann nicht böse auf sie sein. Ich muss sie unterstützen. Sie braucht Liebe, und sonst nichts“, sagte Rodrigo.

( dapd/jw )

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