München

Vermisster Tankstellen-Pächter hinterlässt Blutspur

Ein in München verschwundener Unternehmer hat einen kleinen Blutfleck hinterlassen. Die Polizei rechnet mit dem Schlimmsten.

Ein in München auf dem Weg zur Bank verschwundener Tankstellen-Pächter hat an seiner Autotür Blut verloren. Die DNA des kleinen Blutflecks sei eindeutig dem 48-jährigen Peter Moosheimer zuzuordnen, teilte die Polizei unter Berufung auf eine rechtsmedizinische Analyse mit.

Bei der Untersuchung des Wagens seien jedoch bislang keine sonstigen Spuren gefunden worden. Moosheimer hatte am Montag Einnahmen von etwa 2000 Euro einzahlen wollen. Er kam jedoch nie bei der Bank an. Die Polizei fand lediglich den Wagen und die leere Geldtasche des Mannes in der Nähe der Bank.

"Wir müssen vom Schlimmsten ausgehen“, sagte Polizeisprecherin Alexandra Schmeitz. Ob er aber tatsächlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist, können die Ermittler derzeit nicht mit Sicherheit sagen. Es sei auch denkbar, dass Moosheimer sich abgesetzt habe.

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung“ hatte der Tankstellenpächter hohe Schulden. Die Sprecherin wollte dies gestern nicht bestätigen. "Wir ermitteln in alle Richtungen, verfolgen alle Spuren und befragen sein Umfeld“, sagte Schmeitz.