Drogenhandel

Polizei-Razzia bei Berliner Hells Angels

Bei einem Großeinsatz durchsuchte die Polizei die Wohnungen verschiedener Mitglieder der Rockerbande. Ihnen wird Drogenhandel vorgeworfen.

Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) und Spezialkräfte haben einen Schlag gegen den Rockerclub "Hells Angels MC Berlin City“ geführt. In den Berliner Stadtteilen Kreuzberg und Wedding wurden nach Informationen der "Berliner Morgenpost“ insgesamt 21 Privatwohnungen von 14 Mitgliedern durchsucht; ihnen wird "gewerbsmäßiger und bandenmäßiger Handel“ mit Anabolika vorgeworfen. Das Großverfahren des für Rockerkriminalität zuständigen Kommissariats hätte eigentlich bereits im Oktober des vergangenen Jahr abgeschlossen gewesen sein sollen, doch Einzelheiten der Ermittlungen sollen von einem Bereitschaftspolizist verraten worden sein. Gegen ihn wird wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen ermittelt.

Danach hatten die LKA-Experten im Stillen weiterermittelt und die juristischen Voraussetzungen für die Polizeiaktion geschaffen. Donnerstagabend wurden die von der Staatsanwaltschaft ausgestellten Durchsuchungsbefehle vollstreckt, an der Aktion waren auch Beamte von zwei mobilen Einsatzkommandos sowie Angehörige des Spezialeinsatzkommandos SEK beteiligt. Mit den Ergebnissen der Auswertung der Beweismittel wird in den kommenden Tagen gerechnet.

Dass trotz des Verrats in den eigenen Reihen das Verfahren jetzt dennoch abgeschlossen werden konnte, wird beim LKA als Erfolg gewertet. Der Bestechungslohn des Polizisten, der die Ermittlungen seiner Kollegen verraten hatte, war nach Informationen der "Berliner Morgenpost“ sehr gering: ein Motorradhelm zum Einkaufspreis.

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