Mordkommission ermittelt

Unbekannter schleudert Steine von Autobahnbrücke

Foto: dpa

In Bremen hat erneut ein Unbekannter Pflastersteine auf Autos geworfen. Ein Zeitungsauslieferer erlitt einen Schock. Zuvor wurde ein Autofahrer verletzt.

Nur wenige Tage nach einer Pflastersteinattacke auf ein Auto in Bremen hat erneut ein Unbekannter einen Stein von einer Autobahnbrücke geworfen und einen Wagen getroffen. Ob es der gleiche Täter war wie zuvor oder ein Trittbrettfahrer, war zunächst unklar, teilte die Polizei mit.

Das Geschoss schlug am Morgen auf der A 270 auf der Windschutzscheibe eines Zeitungsauslieferers ein und prallte ab. Die Scheibe wurde auf der Fahrerseite stark beschädigt, hielt der Attacke jedoch stand.

Der 26 Jahre alte Fahrer erlitt einen Schock. Der junge Mann machte vor der Attacke keine ungewöhnlichen Beobachtungen. Er fuhr mit 80 Stundenkilometern auf der Autobahn, als der Stein einschlug. Er konnte seinen Transporter abbremsen und unter der Brücke halten. Der Steinewerfer flüchtete.

Zuvor hatte ein unbekannter Mann mit Kapuzenpulli auf der A 27 einen Stein auf ein Auto geworfen. Dieser krachte durch die Windschutzscheibe und prallte gegen die Hüfte des 46 Jahre alten Fahrers, der eine Prellung erlitt. In beiden Fällen ermittelt nun die Mordkommission.

In der jüngsten Zeit gab es immer wieder Attacken auf Autofahrer. Im Juni vergangenen Jahres wurden zwei jungen Männer aus Bremen zu Bewährungsstrafen von einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Sie hatten Ende 2009 Leitpfosten auf die A1 geworfen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Trauriger Höhepunkt war vor mehr als zwei Jahren die tödliche Attacke mit einem Holzklotz auf einer Autobahn bei Oldenburg. Eine zweifache Mutter wurde damals vor den Augen ihrer Familie getötet. Das Landgericht Oldenburg verurteilte den Täter 2009 wegen Mordes zu lebenslanger Haft.

( dpa/lk )