Hausdurchsuchung

Schon wieder privates Waffenarsenal entdeckt

Maschinenpistolen, Gewehre und jede Menge Munition: In Amberg (Bayern) hat die Polizei ein privates Waffenlager ausgehoben.

Foto: dpa

Die Kripo hat bei einem Waffennarren in Amberg in der Oberpfalz ein ganzes Arsenal mit 38 teilweise geladenen Schusswaffen sichergestellt.

Der 43-Jährige aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach hatte neben Gewehren, Revolvern und Pistolen auch zwei Maschinenpistolen, zwei Armbrüste, 1,6 Kilogramm Schwarzpulver und tausende Schuss Munition im Haus. Weiter wurden fünf Schalldämpfer, ein Nachtsichtgerät und ein Schießstock beschlagnahmt.

Das Bayerische Landeskriminalamt berichtete in München, das Motiv des Mannes dürfte in dessen „Sammelwut“ liegen. Gegen den 43-Jährigen wird nun wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz ermittelt. Nach der Vernehmung wurde der Oberpfälzer wieder freigelassen.

Die Staatsanwaltschaft Amberg hatte den Mann schon länger im Visier, weil er die Waffen offenbar ohne die notwendige Erlaubnis gehortet hatte. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz.

Anfang des Jahres 2011 musste in Rheinland-Pflaz das Dorf Becherbach mit 600 Einwohnern geräumt werden, nachdem bei einem Rentner 50 Kilogramm Sprengstoff gefunden wurden. Das Material wurde gesprengt.

In der von einem 62-jährigen Waffennarr angemieteten Scheune waren Kriegswaffen, Handgranaten und ein altes Militärfahrzeug gefunden worden. Die Waffen sollten zu einem Bunker auf dem Truppenübungsplatz Baumholder gebracht werden. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann, den Anwohner als „Pulver-Kurt“ bezeichnen, dies alles sammelte. Gegen ihn wird ermittelt.

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