Blockbuster

Zeppelin-Absturz soll Quotenhoch bringen

Der RTL-Zweiteiler "Hindenburg" hat in Berlin im ehemaligen Kino "Kosmos" Premiere gefeiert. Einen wahrhaft großen Auftritt auf dem roten Teppich hatte der Hauptdarsteller Maximilian Simonischek.

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Am 6. Mai 1937 ging im amerikanischen Lakehurst (US-Bundesstaat New Jersey) die Hoffnung der deutschen Luftschifffahrt brennend zu Boden: Der Zeppelin L129, das größte jemals gebaute Luftschiff. 35 von 97 Passagieren kamen ums Leben, vermutlich weil sich die Wasserstofffüllung entzündete. Zahlreiche Mythen und Verschwörungstheorien ranken sich um das Unglück, dessen Ursache bis heute nicht ganz geklärt werden konnte. RTL hat das Inferno nun verfilmt, im größten (und mit 10 Millionen Euro auch teuersten) Event-Zweiteiler aller Zeiten. Entsprechend pompös angelegt war Dienstagabend auch die Premiere von „Hindenburg“ (6. und 7. Februar, 20.15 Uhr, RTL) im ehemaligen Kino „Kosmos“.

Angesagt hatten sich Darsteller wie Christiane Paul, Ulrich Noethen und Justus von Dohnányi und interessierte Zuschauer wie Stefan Aust, Tom Schilling und Katharina Wackernagel. Herausragend auf Teppich und Leinwand war indes Maximilian Simonischek, 1,94 Meter-Hüne und Hauptdarsteller. Er spielt im Film den Luftschiffkonstrukteur Merten Kröger, der sich in die reiche Amerikanerin Jennifer von Zandt (Lauren Lee Smith) verliebt. Zur Vorbereitung auf die Rolle hat der 28 Jahre alte Schauspieler mit einem Geschichtsprofessor der Bundeswehr gesprochen und eine Biografie über Merten Kröger geschrieben – um sich besser in seine Figur hineinfühlen zu können. Auch viele Stunts hat er selbst erledigt: „Unglaublichen Spaß hat mir die Schlägerei auf der Herrentoilette mit Andreas Pietschmann bereitet. Wir kennen uns von diversen Bühnenschlägereien aus dem Theater und konnten deshalb in die Vollen gehen, so dass selbst die Stuntkoordinatoren staunten.“ Maximilian Simonischek ist der Sohn von Charlotte Schwab („Das Duo“) und Peter Simonischek. Er überzeugte zwei Jahre lang als Ensemblemitglied im Maxim Gorki Theater, jetzt widmet er sich massenkompatiblen Auftritten im Fernsehen und verliert die Bühne trotzdem nicht aus dem Blick. Im Mai gibt der gebürtige Berliner am Burgtheater Wien sein Debüt.

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