Sexuelle Nötigung

Bewährung für Ex-Generalmusikdirektor gefordert

Der Würzburger Ex-Generalmusikdirektor Jin Wang steht wegen sexueller Nötigung einer Studentin vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Bewährungsstrafe.

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Wegen sexueller Nötigung einer jungen Frau soll der frühere Würzburger Generalmusikdirektor Jin Wang nach Ansicht der Staatsanwaltschaft zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung verurteilt werden. Wangs Verteidiger forderte in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Würzburg am Montag einen Freispruch. Wang steht vor Gericht, weil er im Mai 2007 eine Musikstudentin sexuell belästigt haben soll.

Der Dirigent allerdings sprach von einvernehmlichen Zärtlichkeiten mit der heute 26-Jährigen. „Seine Annäherungen waren ihr nicht recht“, betonte Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen jedoch. Die Studentin habe kein Motiv dafür, falsche Angaben zu machen.

Der Verteidiger Wangs erklärte, die Frau habe sich bei ihren Aussagen in Widersprüche verwickelt. Zudem habe sie schon früher vor Kommilitoninnen mit Männergeschichten geprahlt, um mangelndes Selbstwertgefühl zu kompensieren. Sie habe bei den Schilderungen der Begegnung mit Wang schlichtweg „übertrieben“. Das mutmaßliche Opfer sei „psychisch auffällig“, sagte der Anwalt zudem. Er forderte die Kammer auf, den Angeklagten freizusprechen.