Baby mit 54

Schwangerschaft von Gianna Nannini war nicht geplant

Dafür dass sie mit über 50 Mutter wurde, musste Gianna Nannini viel Kritik einstecken. Jetzt erzählt sie, wie sie schwanger wurde.

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Rockröhre Gianna Nannini ist nach eigenen Worten auf natürliche Weise mit 54 Jahren schwanger geworden. „Ich habe keine Hormone genommen und hatte ganz wenige Untersuchungen“, sagte sie in einem „Stern“-Interview. Vor kurzem hat sie ihre Tochter Penelope zur Welt gebracht. Am Anfang ihrer Schwangerschaft habe sie die ersten Blutproben unter dem Namen ihrer Mutter eingeschickt, erzählte die Sängerin. „Da hat das Labor mich angerufen und gesagt: Glückwunsch, Signora! Sie sind schwanger mit 85 Jahren!“

Mit Penelope sei sie bei den Arbeiten für eine Oper schwanger geworden. „Darin habe ich ein Lied gesungen – was heißt schon Lied, das war eine Skulptur aus Tönen, die hieß 'Mama'. Und plötzlich, mittendrin in den Arbeiten, wurde ich schwanger. Das war so nicht vorgesehen“, sagte Nannini. Den Vater des Kindes will die Sängerin nicht verraten: „Er ist nicht berühmt wie ich“, sagte sie nur.

Dass sie mit 54 ihr Kind erwartete, scheint Gianna Nannini nicht sehr erstaunt zu haben. „Die Frauen im Süden Italiens bekommen auch heute noch Kinder mit über 50, aber davon redet niemand, weil die nicht so berühmt sind wie ich“, sagte sie. Ihre Mutter sei bei der Geburt ins Krankenhaus gekommen. „Ach, wenn die Mutter da ist, wird man immer selbst wieder zum Kind. Ihr Problem ist, dass ich ungekämmt bin und mich schlecht anziehe. Findet sie“, sagte Nannini. „Aber ich bin jetzt ganz brav, ich kämme meine Kleine jeden Tag. Allerdings im Rock-Stil.“

Ihre Tochter habe sie aus dem Dauerdruck der Karriere geholt und wieder auf den Boden gebracht, „sonst wäre ich noch mal gestorben“, sagte Nannini. 1983 sei sie nämlich schon einmal gestorben, in Köln. „Ich bin in einer so tiefen und totalen Depression gelandet, dass ich nicht mehr singen konnte.“

In einem Kölner Studio habe sie „Fotoromanza“ aufgenommen, „aber ich konnte den Musikern nicht mehr folgen, konnte Tag und Nacht nicht mehr unterscheiden, ich habe meine Freunde und Familie nicht mehr erkannt. Ich wusste nicht mehr, wer ich war, es war eine völlige Auslöschung, mein Körper hat nicht mehr mitgemacht, ich war tot.“

Sie habe fünf Jahre gebraucht, um aus dieser Depression herauszukommen, sagte die 54-Jährige. „Ich musste alles wieder lernen, richtig sprechen, Milch trinken, mich bewegen...“ Jetzt fühle sie sich physisch in bester Verfassung.