Mecklenburg-Vorpommern

Ministerium will Nesträuber zum Abschuss freigeben

Foto: picture alliance / picture alliance/chromorange

Das Agrarministerium in Schwerin will für Mecklenburg-Vorpommern die Jagd auf Elstern, Raben- und Nebelkrähen freigeben. Tierschützer protestieren.

Gegen eine geplante Jagd auf Singvögel in Mecklenburg-Vorpommern hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) protestiert.

Das Schweriner Agrarministerium plane mit einer neuen Jagdzeitenverordnung, den Abschuss von Elstern, Raben- und Nebelkrähen zu gestatten, erklärte Arndt Müller, Naturschutzexperte des BUND, in Schwerin.

Nach Ansicht der Naturschützer ermöglicht dies „jagdliche Willkür ohne Begründung“. In dem Entwurf des Ministeriums würden Rabenvögel mit „mittelalterlich anmutenden Vorbehalten“ als Überträger von Krankheiten und als Schadtiere in Wald und Flur gebrandmarkt, kritisierte der BUND. Dafür gebe es aber keine Belege.

„Keine einzige Tierart ist wegen der Rabenvögel gefährdet, sondern wegen einer jahrzehntelangen umweltschädigenden Landwirtschaft“, sagte Naturschutzexperte Müller. Rabenvögel gehörten zu den intelligentesten heimischen Vögeln. Unter anderem ernährten sie sich von Aas und verhinderten damit eher die Ausbreitung von Krankheiten statt sie zu fördern. Elstern, Raben- und Nebelkrähen gelten auch als Nesträuber.

( dpa/lk )

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