Auf Klassenfahrt in London

Schüler sollen 14-Jährige vergewaltigt haben

Schwerer Vorwürfe gegen zwei Gymnasiasten aus Lübeck: Die beiden 18 und 19 Jahre alten Heranwachsenden sollen auf einer Klassenfahrt in London ein 14- jähriges Mädchen aus dem Raum Bremen vergewaltigt haben. Die jungen Männer seien in London von der Polizei in Gewahrsam genommen worden.

Foto: dpa-tmn / dpa

Schwere Vorwürfe gegen zwei Gymnasiasten aus Lübeck: Die beiden 18 und 19 Jahre alten Heranwachsenden sollen auf einer Klassenfahrt in London ein 14- jähriges Mädchen vergewaltigt haben. Die jungen Männer seien in London von der Polizei in Gewahrsam genommen worden und sitzen in U- Haft, berichten die „Lübecker Nachrichten“.

Der Sprecher des schleswig-holsteinischen Bildungsministeriums, Thomas Schunck, bestätigte den Bericht. Das Ministerium stehe mit den britischen Behörden in Kontakt, sagte er. Die mutmaßlichen Täter und das aus dem Bremer Umland stammende Opfer hatten laut „Lübecker Nachrichten“ vor der Tat gemeinsam gefeiert.

Die beiden Lübecker besuchen die 12. Klasse des Fachgymnasiums Technik der Emil-Possehl-Schule, einer berufsbildenden Schule in der Hansestadt. Während einer Studienfahrt sollen sie in einem Londoner Jugendhotel gemeinsam mit Schülern der 9. Klasse einer Realschule aus dem Bremer Umland gefeiert haben, zu der auch die 14-Jährige gehört. Im Laufe der Nacht soll es dann in einem Zimmer des Hotels zu der Vergewaltigung gekommen sein.

Ihre Tat sollen die beiden jungen Männer per Handykamera gefilmt haben. Das Mädchen hatte sich unmittelbar danach einer Lehrerin anvertraut, die die Behörden eingeschaltete. Die Polizei habe zunächst fünf Schüler festgenommen, hieß es.

Drei von ihnen seien jedoch nach 36 Stunden wieder auf freien Fuß gesetzt worden, da ihnen keine Tatbeteiligung nachgewiesen werden konnte.

Nach Angaben des Kieler Bildungsministerium soll sich die Tat bereits Ende vergangener Woche ereignet haben. „Wir sind zeitnah von dem Vorfall unterrichtet worden und haben die deutschen Ermittlungsbehörden um Hilfe bei der Aufklärung gebeten“, sagte Schunck.

Das Ministerium habe zudem den schulpsychologischen Dienst eingeschaltet. „Aus unserer Sicht ist es wichtig zu klären, was genau vorgefallen ist und ob möglicherweise Lehrkräfte ihre Aufsichtspflicht verletzt haben, besonders im Fall der noch minderjährigen Realschülerin“, sagte der Ministeriumssprecher.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, die deutsche Botschaft in London sei ebenfalls mit dem Fall befasst. „Die Betroffenen werden konsularisch betreut, wir stehen mit ihren Anwälten und den britischen Behörden in Kontakt“, sagte der Sprecher.