Solo-Weltumseglung

Nun ist Laura Dekker endgültig allein auf hoher See

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Foto: AFP

Bis Portugal war Papa dabei, nun ist auch er von Bord. Die 14-jährige Laura Dekker hat ihre Solo-Weltumseglung endlich begonnen.

Die 14-jährige Holländerin Laura Dekker ist zu ihrem umstrittenen Rekordversuch gestartet, als jüngster Mensch allein die Welt zu umsegeln. „Ihr Solo-Welttörn hat nun offiziell begonnen“, sagte Lauras Manager Peter Klarenbeek. Das Mädchen sei in bester Laune mit Kurs auf die Kanarischen Inseln losgesegelt.

Laura Dekker will den Rekord der 17-jährigen australischen Seglerin Jessica Watson brechen. Diese hatte ihre Solo-Weltumsegelung am 15. Mai 2010 – drei Tage vor ihrem 17. Geburtstag – beendet. Die auf dem Schiff ihrer Eltern in Neuseeland geborene 14-Jährige Laura will in rund zwei Jahren von ihrem Welttörn zurückkehren – mehrere Wochen vor ihrem 17. Geburtstag am 20. September 2012. Dem Start war ein fast einjähriger Rechtsstreit in den Niederlanden zwischen Lauras Vater und dem Jugendamt vorausgegangen. Die Behörde wollte die Solo-Welttour des Mädchens mit der Begründung verhindern, Laura sei dafür zu jung und den potenziellen Gefahren nicht gewachsen. Ende Juli gab ein Gericht schließlich grünes Licht für den Rekordversuch.

Hollands weltberühmtes „Segelmädchen“ setzte in einem zunächst geheim gehaltenen portugiesischen Hafen die Segel ihrer 11,5 Meter langen Zweimaster-Jacht „Guppy“. „Sie wollte nicht mit den Medien sprechen“, sagte ihr Manager. Ein großes Reporterteam hatte im Algarve-Hafen Portimão vergeblich auf Laura Dekker gewartet.

Auf den Kanarischen Inseln will die Seglerin zunächst eine Pause einlegen. Nach Auskunft ihres Teams will sie dort das Ende der Orkansaison auf dem Atlantik abwarten, ehe sie die nicht ungefährliche Ozean-Überquerung beginnt. Nächstes Ziel ist dann die Karibik-Insel Barbados. In der Kajüte sind neben Proviant und viel Sicherheits- und Rettungstechnik auch Schulbücher verstaut: Unterricht soll die Solo-Seglerin per Internet über eine Satellitenverbindung bekommen.

Am meisten werde sie ihren Hund „Spot“ vermissen, hatte Laura beim Abschied in den Niederlanden Anfang August gesagt – und dann rasch hinzugefügt: „Aber natürlich auch meine Familie.“ Auf die Frage, welche Probleme sie erwarte, antwortete sie: „Am schwierigsten wird es sein, die Häfen anzulaufen. Auf dem Meer läuft es immer gut, aber bei den Häfen gibt es oft Felsen und Schiffe, da wird es am härtesten.“

Eine niederländische TV-Produktionsfirma hat sich die Rechte an den Filmaufnahmen der Weltumseglung gesichert. Der von kommerziellen Sponsoren geförderte Welttörn soll mit an Bord befestigten Kameras dokumentiert und vermarktet werden. Die junge Solo-Seglerin will unter anderem auch ein Buch schreiben. Der Link auf ihrer Website „Waar ist Laura?“ (Wo ist Laura?), unter dem künftig ihre Position auf den Weltmeeren angezeigt werden soll, war am Samstag noch nicht aktiviert.

( dpa/AFP/kami )