Millennium-Trilogie

Unbekannte sticht Emma Watson bei Casting aus

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Nina Schröder

Foto: picture alliance

Ein harter Schlag für Emma Watson, Kristen Stewart und Carey Mulligan: Sie alle gehen leer aus im Rennen um die weibliche Hauptrolle im Hollywood-Remake der Millennium-Trilogie. Jungschauspielerin Rooney Mara wird als Computer-Hackerin Lisbeth Salander zu sehen sein.

Rooney Mara hat in Sachen Schauspielerei bislang noch nicht viel erreicht. 2005 spielte sie in „Düstere Legenden 3“ mit, danach hatte die 24-Jährige immer mal wieder kleine Gastrollen in Erfolgsserien wie „Law & Order“ oder „Emergency Room“. So richtig einen Namen machen konnte sich die Amerikanerin allerdings noch nicht. Doch diese Tatsache dürfte sich nun schlagartig ändern. Star-Regisseur David Fincher, bekannt durch Filme wie „Sieben“ oder „Fight Club“, hat die unbekannte Schönheit für die Rolle der Lisbeth Salander in der Millennium-Trilogie gecastet.

Ronney Mara wird die psychisch komplizierte Computer Hackerin nicht nur in „The Girl With The Dragon Tattoo“ („Verblendung“) verkörpern, die Schauspielerin bekam gleich den Zuschlag für alle drei Filme. Somit wird Mara auch in “The Girl Who Played With Fire” (“Vergeltung”) und „The Girl Who Kicked The Hornets Nest“ (“Vergebung“) zu sehen sein.

Die weibliche Hauptrolle in dem Hollywood-Remake der Millennium-Trilogie zu bekommen, ist wie eine Art Ritterschlag. Viele junge Stars, die bereits deutlich bekannter sind als Mara, hatten darauf gehofft, im Casting zu überzeugen. Zu den Konkurrentinnen der 24-Jährigen gehörten unter anderem „Twilight“-Star Kristen Stewart (20), „Harry Potter“-Ikone Emma Watson (20) und Carey Mulligan (25), die für ihre Darstellung in „An Education“ eine Oscar-Nominierung erhielt.

Der Grund, warum gerade dieser Part unter den Schauspielerinnen so heiß begehrt war: Der inzwischen verstorbene Autor Stieg Larsson (†50) hatte mit seiner Millennium-Trilogie international großen Erfolg. Seine Bücher verkauften sich in 44 Ländern mehr als 40 Millionen Mal. Die schwedische Verfilmung von „Verblendung“, „Vergeltung“ und „Vergebung“, in denen Noomi Rapace (30) die Lisbeth Salander spielte, lockte weltweit bereits Menschenmassen in die Kinos. Nun erhofft sich Regisseur David Fincher mit seinem Hollywood-Remake der Millennium-Trilogie einen ähnlichen Erfolg. Wer also in diesem Projekt mitwirken darf, kann damit rechnen, seinen großen Durchbruch zu haben.

Zudem ist die Rolle der Lisbeth Salander äußerst anspruchsvoll zu interpretieren. Die professionelle Computer-Spezialistin, die Journalist Mikael Blomkvist, gespielt von Daniel Craig (42), bei der Aufklärung einer Mordserie hilft und dabei selbst unter Mordverdacht gerät, ist eine hochsensible Person. Nur wenigen Menschen ist es möglich, sie zu verstehen und mit ihr umzugehen.

Auch hinsichtlich des Aussehens ist die weibliche Hauptrolle in Stieg Larssons Geschichte eine wahre Herausforderung für jede Schauspielerin. Lisbeth Salander ist durchtrainiert, hat kurze, schwarze Haare und hat so gut wie keine weibliche Rundung. Leute halten sie entweder für minderjährig oder verwechseln sie mit einem Jungen. Rooney Mara wird folglich ziemlich hart trainieren müssen, um annähernd so auszusehen wie die weibliche Hauptfigur. Die schwedische Darstellerin Noomi Rapace hatte Monate gebraucht, um sich vorzubereiten. So viel Zeit bleibt der 24-Jährigen Mara allerdings nicht mehr, die Dreharbeiten sollen bereits im Dezember dieses Jahres beginnen.